Sebastian Vettel ist beim Großen Preis von Großbritannien nicht über den zehnten Platz hinausgekommen - ein weiterer Tag zum Vergessen für den Heppenheimer.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Formel 1: Hamilton gewinnt in Silverstone - Vettel Zehnter

Vettel beim Rennen in Silverstone
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An einem Tag zum Vergessen für Sebastian Vettel und auch Rückkehrer Nico Hülkenberg hat Formel-1-Dominator Lewis Hamilton den nächsten Schritt zu seinem siebten WM-Titel gemacht. Bei seinem am Ende spektakulären siebten Heimsieg auf nur drei Reifen in Silverstone gewann der Mercedes-Pilot am Sonntag kurios vor Max Verstappen im Red Bull und Charles Leclerc im Ferrari. Ex-Champion Vettel holte im lahmenden Ferrari als Zehnter noch einen Punkt, während Hülkenbergs Blitz-Rückkehr beim Großen Preis von Großbritannien bei Racing Point ganz kurzfristig platzte, da die Antriebseinheit an seinem Auto defekt war.

Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs gab Mercedes wie erwartet das Tempo vor. Hamilton hatte sich am Samstag schon mit Streckenrekord die Pole Position gesichert und zog an der Spitze kontrolliert seine Runden. Sechs der vergangenen sieben Rennen gewannen die Silberpfeile auf ihrer Paradestrecke unweit der Teamfabriken in Brackley und Brixworth. Unterbrochen nur durch Vettel im Ferrari vor zwei Jahren.

Technische Schwierigkeiten bei Vettel

Doch von einer Überraschung war der Heppenheimer weit entfernt. Nach mehreren technischen Schwierigkeiten und keiner guten Vorstellung in der Qualifikation konnte sich der 33-Jährige von Startplatz zehn nicht nach vorne arbeiten. Zwei frühe Safety-Car-Phasen durch Unfälle von Kevin Magnussen (Haas) und Daniil Kwjat (Alpha Tauri) verhinderten jedoch einen normalen Rennverlauf, in gerade sechs der ersten 18 Runden konnte überhaupt frei gefahren werden.

Nach dem zweiten Re-Start verlor Vettel vor leeren Tribünen aufgrund der Corona-Bestimmungen aber sogar einen Platz und hatte fortan Probleme mit den harten Reifen. An der Spitze fuhren Hamilton und Bottas ungefährdet schnelle Runden und konnten das Tempo sogar nach Belieben dosieren. Das Duo ließ erahnen, was der Königsklasse des Motorsports im Verlauf der Corona-Saison in den nächsten Wochen wieder droht: ziemliche Langeweile. Niemand ist in der Lage, mit den Branchenführer mitzuhalten.

Vettel weiterhin ohne Cockpit für 2021

Vettels bittere Realität waren hingegen Zweikämpfe im Niemandsland gegen Pierre Gasly von Alpha Tauri oder Esteban Ocon im Renault. "Ich fühle mich überhaupt nicht wohl. Das ganze Wochenende war der Wurm drin. Irgendwas muss sein", sagte Vettel frustriert. "Es geht ja nicht, dass über Nacht alles rückwärts läuft." Ohne Podestplatz ist er mit gerade zehn WM-Punkte enttäuschender 13. des Klassements.

Eigenwerbung für das kommende Jahr kann der Routinier im unterlegenen Ferrari derzeit nicht betreiben und steht weiterhin ohne Cockpit für 2021 da. Nach sechs Jahren muss er die Scuderia am Jahresende verlassen. In Silverstone betonte er, dass er sich mit einer Entscheidung Zeit lassen will und nichts überhastet. Eine Option soll ein Wechsel zu Racing Point sein. Der Rennstall wird im kommenden Jahr das neue Werksteam von Aston Martin.