Die Corona-Pandemie sorgt auch in der kommenden Formel-1-Saison für Termin-Chaos. Der traditionelle Saisonstart in Australien fällt aus, Sebastian Vettels Premiere bei Aston Martin findet später statt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona: Formel 1 muss Rekordkalender umbauen

Sebastian Vettel in Abu Dhabi
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Sebastian Vettel startet das Kapitel Aston Martin mit Verspätung und an anderem Ort. Laut einer Mitteilung der Formel 1 vom Dienstag muss der ursprünglich für den 21. März in Melbourne geplante Saisonstart wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Der erste Grand Prix des neuen Jahres ist daher am 28. März im rund 12.000 Kilometer entfernten Bahrain geplant, das im ursprünglichen Rennkalender die zweite Formel-1-Station war.

Auch Schumacher muss sich länger gedulden

In dem kleinen Königreich am Persischen Golf wird also auch Michael Schumachers Sohn Mick sein mit Spannung erwartetes Debüt als Stammpilot für Haas geben. Der Trip nach Melbourne soll im Herbst am 21. November nachgeholt werden. Auch das für den 11. April terminierte China-Gastspiel in Shanghai wird es nicht geben. Es soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Dafür macht die Formel 1 am 18. April erneut in Imola Station. "Es war ein arbeitsreicher Start in das Formel-1-Jahr und wir freuen uns bestätigen zu können, dass die Anzahl der geplanten Rennen für die Saison unverändert bleibt", sagte der neue Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali.

Formel 1 plant mit 23 Rennen

2020 waren Vettel & Co. noch nach Australien gereist und hatten sich dort auf den ersten Grand Prix des Jahres vorbereitet. Wegen eines Corona-Falls beim McLaren-Team musste der Auftakt Mitte März jedoch kurzfristig abgesagt werden. Erst Anfang Juni veröffentlichte die Formel 1 einen Notkalender mit dem neuen Saisonstart am 5. Juli in Spielberg. Angesetzt wurden zunächst nur die acht Europa-Rennen für die erste Saisonphase.

Am Ende des Jahres bestritten Weltmeister Lewis Hamilton und seine PS-Rivalen 17 Grand Prix - in der Regel unter Ausschluss der Öffentlichkeit sowie mit strengen Hygiene- und Sicherheitsregeln. Unter den 17 Etappen waren gleich zwei in Bahrain. Für dieses Jahr ist weiter ein Rekordkalender mit 23 Rennen angesetzt. Ein Grand Prix in Deutschland ist nicht geplant. Erst am 12. Dezember soll das Saisonfinale wie gewohnt in Abu Dhabi ausgetragen werden.

"Ich denke, die ersten paar Rennen werden herausfordernd sein", meinte vor Kurzem Vettels neuer Chef, Aston-Martin-Teambesitzer Lawrence Stroll. Nach sechs Jahren musste der viermalige Weltmeister aus Hessen Ferrari verlassen und fährt künftig an der Seite von Strolls Sohn Lance beim englischen Werksteam.