Sebastian Vettel enttäuschte auch beim Training in Barcelona.

Mit neuem Unterbau wollte Sebastian Vettel angreifen, die Zweifel der vergangenen Tage abschütteln und endlich in dieser Saison ankommen - doch zum Auftakt des Großen Preises von Spanien verfiel er mit Ferrari gleich wieder in den alten Trott.

Sebastian Vettel landete im freien Training am Freitagnachmittag nur auf Platz zwölf, der Heppenheimer war auch mit einem neuen Chassis klar langsamer als der Teamkollege Charles Leclerc. Und die Scuderia wurde in Barcelona sogar von ihrem Kundenteam Haas geschlagen.

Vettel abgeschlagen - Hamilton ganz vorne

Anderthalb Sekunden Rückstand auf die Spitze hatte Vettel in der zweiten Session am Nachmittag, ganz vorne stand mal wieder Lewis Hamilton im Mercedes. Der Weltmeister distanzierte seinen Teamkollegen Valtteri Bottas um knapp drei Zehntel, in der schnelleren Session am Vormittag hatte noch der Finne hauchdünn vorne gelegen.

Hinter den Silberpfeilen klaffte bereits eine große Lücke. Max Verstappen im Red Bull bestätigte als Dritter seine Rolle als erster Herausforderer und machte damit Hoffnung auf den nächsten Coup. Am vergangenen Sonntag hatte er in Silverstone gewonnen, Mercedes kämpfte bei hohen Temperaturen dabei über die Renndistanz mit seinen Reifen.

Hohe Temperaturen in Barcelona

Für den sechsten Saisonlauf am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) ist mit ähnlichen Bedingungen zu rechnen, Verstappen könnte dann erneut zur Gefahr für Hamilton und Bottas werden. Mit der Spitze wird Ferrari auch in Barcelona nichts zu tun haben, das wurde schon zum Auftakt deutlich.

Charles Leclerc landete am Nachmittag immerhin auf Rang sechs, beim Blick auf das Tableau konnte die Scuderia allerdings nicht zufrieden sein: Romain Grosjean im Haas, ausgestattet mit einem Ferrari-Motor, war als Fünfter schneller als der beste Rote.

Vettel rätselt weiter

Vettel konnte die Hoffnungen auf einen Aufwärtstrend zunächst nicht erfüllen. Schon bei den beiden Rennen zuletzt in Silverstone war er stets deutlich langsamer gewesen als Teamkollege Leclerc, er selbst rätselte über die Gründe.