Die Läufer beim Frankfurt Marathon

Es hatte sich angedeutet, nun ist es offiziell: Der Frankfurt Marathon 2020 findet nicht statt. Der Veranstalter, das Land Hessen und die Stadt haben sich am Dienstag auf eine Absage verständigt.

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Hessenscheu vom 27.10.2019
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"Gemessen an den Nöten, die diese weltweite Pandemie den Menschen, Staaten, Institutionen und Unternehmen bereitet, ist die Absage einer Sportveranstaltung weniger bedeutend", sagte Renndirektor Jo Schindler. "Wir haben uns diese Absage nicht leicht gemacht und bis zum Ende um Lösungen und Alternativen gerungen. Nun müssen wir nüchtern feststellen, dass die Absage unumgänglich ist."

Der Frankfurt Marathon hätte eigentlich am 25. Oktober stattfinden sollen. Bis zu einem coronabedingten Anmeldestopp lagen die Meldezahlen 15 Prozent über denen des Vorjahres und damit erneut auf einem Rekordkurs. Im vergangenen Jahr hatten sich mehr als 27.000 Läuferinnen und Läufer für den Frankfurt Marathon registriert.

Frankfurt Marathon soll am 31. Okotber 2021 stattfinden

Die 39. Ausgabe soll nun am 31. Oktober 2021 stattfinden. "Der älteste deutsche Stadtmarathon ist eine Spitzensportveranstaltung und zugleich ein attraktives Ziel im Breitensportbereich", sagte Stadtrat und Sportdezernent Markus Frank (CDU). "Dass wir in diesem Jahr keinen Frankfurt Marathon erleben werden, nimmt nicht nur den Läuferinnen und Läufern ein großes Ziel im Rennkalender. Auch das Frankfurter Publikum, das jedes Jahr in großer Zahl und zuverlässig entlang der Strecke für gute Stimmung sorgt, wird das Lauf-Highlight vermissen."

Finaler Auslöser für die Absage ist die coronabedingte Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung des Landes Hessen, die eine Ausrichtung von Großveranstaltungen bis zum 31. Oktober stark einschränkt. Diese bleiben verboten, solange Veranstalter nicht sicherstellen können, dass Mindestabstandsgebot, Hygienerichtlinien und die persönliche Erfassung aller an der Veranstaltung Beteiligten eingehalten werden.

Erfassung der Zuschauer-Daten praktisch unmöglich

"Hierzu zählen in unserem Fall auch die Zuschauer", erklärte Renndirektor Schindler. "Doch diese Erfassung der Zuschauer mit Standort und Zeitpunkt können wir bei Hunderttausenden Zuschauern auf einer 42,195 Kilometer langen Strecke quer durch Frankfurt leider nicht mit absoluter Sicherheit gewährleisten."