Thomas Zampach beim Training für den Frankfurt Marathon

Für Ex-Eintracht-Profi Thomas Zampach wird der Frankfurt Marathon ein ganz besonderes Erlebnis. Nicht unbedingt wegen der 42,195 Kilometer - sondern seiner eigenen Geschichte. Und der seines Bruders.

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Thomas Zampach beim Training für den Frankfurt Marathon
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Für viele wird der Sonntag in Frankfurt ein ganz besonderer Tag. Auch für Thomas Zampach. Obwohl das nicht ganz richtig ist. Denn für den Ex-Fußball-Profi von Eintracht Frankfurt dürfte der Marathon rund um die Skyline noch ein Stück emotionaler werden. Nicht weil es sein erster Marathon wäre. So ist es nicht. Sondern weil es sein erster Marathon unter besonderen Umständen ist.

2014 war es, da ist er seinen ersten Frankfurt Marathon gelaufen. Die Zeit damals: 3:58 Stunden. Keine schlechte Zeit, auch für einen Ex-Fußball-Profi. Zwei Jahre später ist für Zampach an Marathon nicht zu denken. Sein älterer Bruder Paul benötigt eine Niere. Der jüngere Zampach zögert nicht lange und spendet ihm eine. "Es gab für mich keine Überlegung. Ich musste noch nicht einmal darüber schlafen", berichtet er heute im Gespräch mit dem hr-sport.

Zampach: "Habe mich selbst gebremst"

Im Dezember 2016 folgt die Operation. Seitdem besitzt der Ex-Fußballer nur noch eine Niere. Sechs Wochen lang sollte er keinen Sport machen. "Am Anfang ist es mir schwer gefallen. Als Fußballer neigt man dazu, mehr machen zu wollen. Ich habe mich immer wieder selbst gebremst. Deswegen habe ich mich beim Laufen vorsichtig herangetastet", so Zampach.

Zampach

Am Anfang fühlte er sich nach dem Training noch müde. Schon bald danach konnte Zampach aber wieder normal trainieren. Und der Ehrgeiz war schnell wieder da. Heute ist er wieder fit wie eh und je - und will nun auch bei seinem zweiten Marathon angreifen. "Ich will den Leuten Mut machen und zeigen, dass man auch nach einer Nierenspende Sport machen kann", betont er.

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Hessenschau vom 26.10.2019
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Neue Bestzeit im Visier

Es ist aber mitnichten so, dass für Zampach das Ziel nur das reine Ankommen wäre. Der 49-Jährige ist ambitioniert. Hilfe holte er sich bei der mehrfachen Deutschen Meisterin Petra Wassiluk. Seine alte Zeit von 3:58 Stunden will er in jedem Fall am Sonntag unterbieten. 3:40 sollen es werden, im besten Fall sogar nur 3:30 Stunden. Ein Leistungstest hat bereits ergeben, dass das möglich ist. Sollte er es auch schaffen, wird der Sonntag für Zampach in jedem Fall ein besonderer Tag.

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Der Frankfurt Marathon im hr-fernsehen
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