"Die schnellste Mutter der Welt": Kerstin Bertsch im Ziel
"Die schnellste Mutter der Welt": Kerstin Bertsch im Ziel Bild © Imago

Trotz der widrigen Wetterbedingungen sind beim diesjährigen Frankfurt Marathon einige Rekorde gepurzelt. Dabei überzeugten nicht nur die beiden besten Deutschen Arne Gabius und Katharina Heinig.

Bei der 37. Auflage des Marathons hatten die Läufer mit kühlen Temperaturen und starkem Wind zu kämpfen. Das hielt viele aber nicht von Höchstleistungen ab.

Weltrekord mit Kinderwagen

Kerstin Bertsch aus Heusenstamm lief mit dem Doppelkinderwagen zum Weltrekord. Im Buggy saßen ihre Kinder Emil und Johanna, mit denen die 29-Jährige die Strecke in 3:14:20 Stunden schaffte. Die bisherige Bestmarke von 3:22 Stunden konnte sie damit deutlich unterbieten.

"Das Training lief richtig gut, aber es gab trotzdem ein paar unbekannte Faktoren", sagte sie nach dem Zieleinlauf im hr-Fernsehen. "Die Kinder haben einzigartig mitgemacht, sie saßen einfach nur ruhig da und haben sich die Gegend angeschaut."

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Siegerin mit Streckenrekord

Einen weiteren Weltrekord stellt der Sechstplatzierte der Männer auf: Mark Kiptoo, der 2014 in Frankfurt gewonnen hatte, verbesserte mit seinen 2:07:50 Stunden den Weltrekord der über 40-Jährigen um 48 Sekunden.

Siegerin Meskerem Assefa sorgte für einen neuen Streckenrekord: 2:20:36 Stunden - so schnell war beim Frankfurt Marathon noch keine Frau. Die alte Bestmarke unterbot die 33-jährige Äthiopierin damit um 25 Sekunden. Die zweitplatzierte Haftamnesh Tesfay blieb mit 2:20:47 ebenfalls unter dem alten Rekord.

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Heinig erreicht selbstgestecktes Ziel

Katharina Heinig, die für Eintracht Frankfurt startet, war mit dem 14. Platz beste Europäerin. Sie hatte sich vorgenommen, die Marke von 2:30 Stunden zu unterbieten. Das gelang ihr denkbar knapp: Beim Zieleinlauf standen 2:29:55 Stunden auf der Uhr.

"Hinten raus konnte ich noch mal mobilisieren", sagte sie im hr. In der kommenden Woche steht bei ihr eine Operation am Fuß an. "Danach fällt auf jeden Fall die 2:28", gibt sie sich kämpferisch.

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Gabius bester Europäer

Bei den Männern konnte sich Arne Gabius den inoffiziellen Titel "bester Europäer" sichern. Er wurde am Ende Neunter, verpasste dabei aber seine angepeilte Zeit von unter 2:10 Stunden mit 2:11:45 deutlich.

"Es war ein starkes Feld dieses Jahr, mit dem Platz bin ich absolut zufrieden", sagte Gabius dem hr. "Ich wollte am Ende Platz um Platz gutmachen, das macht dann auch Spaß."

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Veranstalter meldet Teilnehmerrekord

Gemeldet hatten für den Marathon insgesamt 13.934 Läufer aus 103 Nationen. Die Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet meldete der Veranstalter insgesamt 26.826 Menschen in den verschiedenen Laufdisziplinen und damit - natürlich - einen neuen Rekord.

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