Jan Hojer beim Bouldern in Innsbruck
Jan Hojer hat bei der Kletter-WM den dritten Platz belegt. Bild © Imago

Sportkletterer Jan Hojer hat bei der Weltmeisterschaft in Innsbruck Bronze geholt. Bei der Kombination aus Speed-Klettern, Bouldern und Lead-Klettern wäre für den Frankfurter sogar mehr drin gewesen.

Jan Hojer hat die Kletter-WM in Innsbruck mit einem starken dritten Platz im neu geschaffenen Olympic Combine (Speed, Bouldern, Lead) beendet. Der Frankfurter musste sich im Finale der besten sechs Athleten lediglich Lokalmatador Jakob Schubert und dem Tschechen Adam Ondra geschlagen geben.

Hojer erwischte beim Finale am Sonntag einen guten Start und belegte in der ersten Disziplin, dem Geschwindigkeits-Klettern, den ersten Rang. Beim Klettern ohne Seil (Bouldern) hatte der 26-Jährige zunächst mehr Probleme, steigerte sich allerdings von Route zu Route und beendete die Disziplin schließlich als Vierter. Zu diesem Zeitpunkt lag Hojer noch auf Silbermedaillen-Kurs.

Im Lead zieht Ondra vorbei

Den zweiten Rang verlor Hojer dann allerdings beim Lead-Klettern (mit Seil). Weil der Kletterer von der Sektion Frankfurt des Deutschen Alpenvereins (DAV) in dieser Disziplin den letzten Rang belegte und der Tscheche Ondra am weitesten kam, rutschte Hojer noch auf den dritten Platz ab.

"Mein Ziel ist es, unter die besten Sechs ins Finale zu kommen", hatte Hojer noch vor der WM dem hr-sport gesagt. Bei der Siegerehrung überwog beim gebürtigen Kölner dementsprechend auch die Freude über Bronze.

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Die Disziplinen im Überblick

Lead: Geklettert wird mit Seil an Kunstwänden, wobei vor allem Kraft, Ausdauer sowie technische und taktische Finesse gefragt sind. Ziel beim Lead ist es, eine Route innerhalb eines festen Zeitlimits möglichst sturzfrei zu meistern bzw. in dieser Route möglichst höher als die Konkurrenz zu klettern.

Bouldern: Bedeutet Klettern in Absprunghöhe ohne Seil, wobei Weichbodenmatten einen eventuellen Sturz abfangen. Beim Bouldern geht es um das Bewältigen möglichst schwerer Einzelzüge oder Bewegungsabläufen. Wer bei Boulderwettkämpfen vorne mit dabei sein will, braucht neben einem hohen Maß an Athletik auch eine sehr gute Beweglichkeit sowie ein ausgeprägtes Koordinationsvermögen.

Speed: Der Name ist Programm. Die Geschwindigkeit entscheidet über den Sieg. Dabei sind vor allem Schnell- und Maximalkraft sowie hohe Greif- und Trittpräzision trotz höchster Geschwindigkeit gefragt. Im Zuge eines Wettkampfes über mehrere K.o.-Runden, bei denen die Kletterer jeweils gegeneinander antreten, entscheidet auch die Schnellkraftausdauer über hop oder top.

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