Jan Frodeno
Jan Frodeno hat den Ironman Frankfurt 2019 gewonnen. Bild © Imago Images

Jan Frodeno ist Ironman-Europameister. Beim Hitzerennen in Frankfurt behielt er einen kühlen Kopf und ließ der Konkurrenz um Sebastian Kienle und Lokalmatador Patrick Lange keine Chance.

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Titelverteidiung perfekt - Jan Frodeno hat sich nach 2015 und 2018 am Sonntag zum dritten Mal zum Ironman-Europameister gekrönt. Er dominierte das Aufeinandertreffen der drei Weltmeister mit Sebastian Kienle und Patrick Lange von Beginn an und benötigte für die 3,84 Kilometer Schwimmen, 185 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen insgesamt 07:56:02 Stunden.

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Frodeno zog mit seinem dritten EM-Triumph mit Rekordsieger Kienle gleich. "Viel schöner kann es nicht sein - beim Ironman ist so viel Drama dabei. Ich glaube, das war eines meiner schönsten Rennen", sagte Frodeno sichtlich erschöpft im Ziel. "Am Ende war es nur noch ein wirklich, wirklich harter Kampf". Er sei natürlich happy, kurz nach dem Zieleinlauf aber "gerade so erschöpft".

Kienle Zweiter, Lange abgeschlagen

Bei Temperaturen von knapp 40 Grad machten Kienle als Zweiter und Franz Löschke den Dreifacherfolg für die deutschen Triathleten perfekt. Kienle kam trotz einer Verletzung am Fuß nur knapp über acht Stunden - in 8:00:01 Stunden - ins Ziel. "Das ist das, was unseren Sport ausmacht - ein Haufen Hochs und Tiefs und davon hatte ich heute ein paar", sagte Kienle im Ziel. Er habe ein Rennen gegen Frodeno, sich selbst und "die Klimaerwärmung geführt". "In meinem Kopf hätte man heute Eier kochen können", so Kienle.

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Der Bad Wildunger Patrick Lange hatte nach einem Defekt am Rad und Magen-Darm-Problemen enormen Rückstand und konnte den auch auf der Laufstrecke nicht mehr aufholen. Er kam schließlich als Elfter mit 51:47 Minuten Rückstand auf Sieger Frodeno ins Ziel.

Frodeno dominiert von Beginn an

Vorjahressieger Frodeno hatte Lange bei dessen Heimrennen beim Schwimmen am Langener Waldsee sofort unter Druck gesetzt und ging als Erster aufs Rad. Langes Rückstand betrug schon 1:37 Minuten. Kienle hielt sich im 25 Grad warmen Wasser für seine Verhältnisse sehr gut und kassierte nur 2:10 Minuten. Sein Pech: In der Wechselzone verletzte sich der 34-Jährige an der Ferse und musste später vor dem Marathon behandelt werden. Frodeno trat dann auch ordentlich in die Pedale.

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Kontinuierlich Frodeno seinen Vorsprung vor Lange aus. Der musste auch den exzellenten Radfahrer Kienle schnell passieren lassen und fuhr zur Hälfte des Radrennens schon rund sechs Minuten hinterher. Und es kam noch schlimmer - nach etwa 110 Kilometern ließ ein platter Vorderreifen die letzten Siegträume des Lokalmatadors endgültig platzen. Zwar konnte Lange den Defekt beheben, doch die Reparatur, kostete ihn rund 17 Minuten auf Spitzenreiter Frodeno. Zu Beginn des Marathons war es sogar fast eine halbe Stunde.

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Die Top-5 der Männer

1. Jan Frodeno (GER, 7:56:02 Stunden)
2. Sebastian Kienle (GER, 8:00:01)
3. Franz Loeschke (GER, 8:17:24)
4. Tobias Drachler (GER, 8:23:57)
5. Philipp Koutny (SUI, 8:24:56)

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Kienles starker Fight

Frodeno fuhr vorne lange ein einsames Rennen und überstand auch eine Schrecksekunde unbeschadet, als er sich in einer Kurve verbremste und bei einem kurzen Ritt durchs Feld seine Trinkflaschen verlor. Dahinter machte Kienle ordentlich Dampf und kam immer näher heran. Obwohl aus seinem Hinterreifen Luft entwich, schloss der Weltmeister von 2014 dreieinhalb Kilometer vor dem Ziel zu Frodeno auf.

In der Wechselzone verlor Kienle jedoch 28 Sekunden, weil er sich einen Fremdkörper aus der blutenden Ferse entfernen lassen musste. Trotz der Blessur tauchte Kienle 25 Kilometer vor dem Ziel noch einmal neben Frodeno auf, der sich wenig später aber wieder absetzte und als umjubelter Triumphator das Ziel am Frankfurter Römer erreichte.

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