Sebastian Vettel in Monaco.
Sebastian Vettel in Monaco. Bild © picture-alliance/dpa

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel muss sich in Monaco nur Lewis Hamilton geschlagen geben, verhindert aber den nächsten Mercedes-Doppelsieg.

Zum ersten Mal in dieser Formel-1-Saison hat Ferrari-Pilot Sebastian Vettel einen Mercedes-Doppelsieg verhindert. Der Heppenheimer wurde beim Großen Preis von Monaco Zweiter hinter Weltmeister Lewis Hamilton, der durch den Sieg seine Führung in der WM-Wertung ausbaut.

Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas belegte am Ende Platz drei. Der Niederländer Max Verstappen im Red Bull fuhr zwar als Zweiter hinter Hamilton über die Ziellinie, kassierte aber eine Zeitstrafe und fiel auf Platz vier zurück.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hamilton gewinnt Großen Preis von Monaco

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Sechs Doppelsiege wären ein Novum gewesen

Das Rennen stand auch im Zeichen des vor einer knappen Woche verstorbenen Niki Lauda. "Das ist für dich, Niki", funkte Hamilton nach der Zieldurchfahrt. Der Brite hatte sich zuvor mit stark abbauenden Reifen beim Glamour-Grand-Prix zum Sieg gezittert und seinen 77. Karriereerfolg und den bereits vierten im sechsten Saisonrennen gefeiert.

Damit setzt sich der fünfmalige Champion in der WM mit nunmehr 137 Punkten ein Stück von Bottas (120) ab. Vettel übernahm mit 82 Zählern zumindest den dritten Rang in der WM von Verstappen (78). Der viermalige Weltmeister und Ferrari sind von der reinen Performance her aber weiterhin weit von Mercedes entfernt, das in Monte Carlo hätte Geschichte schreiben können: Sechs Doppelsiege in Folge wären ein Novum in der 70-jährigen Formel-1-Historie gewesen.

Leclerc mit dem Messer zwischen den Zähnen

Die Pole Position erwies sich wie so oft in Monaco als die halbe Miete: Hamilton verteidigte seine Position beim Start souverän gegen Bottas, der Verstappen und Vettel hinter sich halten konnte. Für Bewegung im Kurvengeschlängel sorgte zunächst allein Vettels Teamkollege Charles Leclerc, der mit dem Messer zwischen den Zähnen seine unverschuldet schlechte Ausgangslage verbessern wollte.

An drei Kontrahenten presste sich der 21-Jährige vorbei, Hülkenberg im Renault machte ihm aber die Tür zu. Leclerc erlitt einen Reifenschaden, bis zur Boxeneinfahrt löste sich der Pneu in alle Bestandteile auf. Leclerc zerstörte sich dabei seinen Unterboden. Zusätzlich rückte das Safety-Car aus, damit die zahlreichen Kleinteile eingesammelt werden konnten.

Hetzjagd zwischen Verstappen und Hamilton

Die Topfavoriten fuhren an die Box. Hamilton wurde problemlos abgefertigt, doch zwischen Verstappen und Bottas kam es in der engen Boxengasse zum Kontakt. Der Niederländer hätte von seiner Crew aufgehalten werden müssen, die Rennleitung belegte ihn deshalb mit einer Fünf-Sekunden-Strafe. Der Leidtragende war Bottas, der einen Reifenschaden erlitt und durch den Extrastopp auch hinter Vettel zurückfiel.

Derweil erhielt Verstappen von seinem Team den Auftrag, den führenden Hamilton zu überholen und fünf Sekunden herauszufahren. Es entwickelte sich eine Hetzjagd über viele Runden. Hamilton musste Reifen schonen und zugleich Verstappen an den kritischen Stellen des verwinkelten Kurses auf Distanz halten. Es wurde ein Zitterspiel für den Briten, der dann dennoch zum Sieg fuhr.