Jan Frodeno

Die Ironman-Europameisterschaft wird wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant Ende Juni in Frankfurt stattfinden. Nun wird nach einem Ersatztermin für das Triathlon-Highlight gesucht.

Hessens längster Tag des Jahres wird in diesem Jahr nicht der 28. Juni. An diesem Tag sollte eigentlich die Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt ausgetragen werden. Wegen der Corona-Pandemie haben die Veranstalter den angedachten Termin nun gekippt.

"Für uns haben die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Athletinnen und Athleten besonders in Zeiten der weltweiten Covid19-Pandemie oberste Priorität. Dazu zählt auch, dass wir den Anweisungen und Empfehlungen der Gesundheitsbehörden und der Regierung genau Folge leisten", sagte Renndirektor Pascal Morillon.

Nachdem zuletzt immer mehr Großevents verlegt wurden, gerieten auch die Ironman-Veranstalter immer stärker unter Druck. Am Montag fällten sie die Entscheidung, bis Ende Juni vorsorglich alle Events in Europa, im Mittleren Osten und in Afrika abzusagen. Für einen der wichtigsten Triathlons Europas ist nun der 27. September als Ausweichtermin im Gespräch.

Ein reines Amateur-Rennen?

Problematisch daran könnte sein, dass die Ironman-Weltmeisterschaft bereits zwei Wochen später, am 10. Oktober auf Hawaii stattfinden soll. Bleibt es dabei, wird der Wettbewerb in Frankfurt wohl ohne große Namen auskommen müssen. Es scheint schlicht ausgeschlossen, dass sich Profis (oder ambitionierte Amateure) für die Mainmetropole und gegen Kailua-Kona entscheiden. Ein Start bei beiden Events ist körperlich zu belastend.

Sendung: hr3, 6.4.2020, 18 Uhr