Der Start des Frauenrennens beim Ironman in Frankfurt

Der Ironman Frankfurt 2021 muss ohne die Top-Stars beim Frauenrennen auskommen. Interessant wird es dennoch, wie Renndirektor Pascal Morillon ankündigt.

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Szene vom Waldsee
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Es waren dramatische Szenen, die sich 2019 beim Ironman in Frankfurt abspielten. Sarah True war im Frauenrennen mit reichlich Abstand an der Spitze, eigentlich konnte die US-Amerikanerin nicht mehr eingeholt werden. Doch dann musste die Führende erst immer wieder Pausen einlegen und brach dann 800 Meter vor der Ziellinie ganz ein, wurde im Anschluss von Sanitätern behandelt. Den Sieg fuhr Skye Moench ein. Es war ein Moment, der die ganze Härte dieser Sportart aufzeigte - und die Dramatik des Frauenrennens beim Ironman verdeutlichte.

True und Moench werden in diesem Jahr nicht dabei sein. Auch alle anderen Top-Stars der Branche fehlen in Frankfurt. Das Frauenrennen wird ein reines Altersklassen-Event - mit den unterschiedlichsten Teilnehmerinnen, die nun mehr im Fokus stehen. Wird es dadurch nun aber uninteressant?

Renndirektor: "Völlig anderer Wettkampf"

Nein, findet Renndirektor Pascal Morillon. "Wir haben zwar keine Profis dabei, aber es gibt in den Altersgruppen sehr gute Namen, die an den Start gehen. Ich bin gespannt, wer da das Rennen gewinnen wird. Das wird ein völlig anderer Wettkampf", freut er sich. Spannung - eben nur ein wenig anders.

Der Grund für den Top-Star-Exodus ist relativ simpel. Nur einen Tag vor dem Rennen in Frankfurt steigt die Europameisterschaft der Frauen - nur eben nicht in Hessen, sondern in Finnland. Genauer gesagt in Kuopio. Dort tritt die gesammelte Elite an und verzichtet deswegen auf den Start in Frankfurt.

Es bleibt eine Abwägungssache

Die getrennten Europameisterschaften sollen dem Frauen-Event in Finnland mehr mediale Aufmerksamkeit schenken. In Frankfurt, so die Sorge der Ironman-Veranstalter vorab, wäre der Fokus wieder vermehrt auf dem Rennen der Männer gewesen.

Für die deutschen Starterinnen ist es freilich fraglich, ob ein Start in Finnland und ein möglicher deutscher Sieg dort hierzulande für mehr Aufmerksamkeit sorgt als ein möglicher Sieg im vermeintlichen Schatten der Männer in Frankfurt. Es bleibt eine Abwägungssache.

Plötzlich im Scheinwerferlicht

Beim Ironman in Hessens größter Stadt (am Sonntag ab 6.15 Uhr im hr-fernsehen) liegt beim Frauenrennen daher nun der Fokus auf dem Rennen der verschiedenen Altersgruppen. Das ganz große Scheinwerferlicht für eine Gruppe, die sonst eher nicht im Mittelpunkt steht - und genau das könnte das Frauenrennen beim diesjährigen Ironman dann doch mehr als interessant machen.

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