Collage: Lange, Frodeno und Kienle

Ein Rennen, drei klangvolle Namen: Mit Patrick Lange, Jan Frodeno und Sebastian Kienle treten die deutschen Triathlon-Stars geschlossen beim Ironman Frankfurt an. Was nicht bedeutet, dass sie miteinander antreten.

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Patrick Lange
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Jan Frodeno: zweimaliger Weltmeister, zweimaliger Frankfurt-Sieger.

Sebastian Kienle: Weltmeister, dreimaliger Frankfurt-Sieger.

Patrick Lange: zweimaliger Weltmeister, Senkrechtstarter und DAS Gesicht der deutschen Ironman-Szene.

Zusammen sind die drei Ausnahmeathleten das Beste, was die Triathlon-Langdistanz seit Jahren zu bieten hat. Zusammen sorgen sie mit ihren Triumphen dafür, dass die prestigeträchtige Weltmeisterschaft auf Hawaii seit 2014 eine schwarz-rot-goldene Dauerparty ist. Aber alles andere als zusammen arbeiten werden sie, wenn sie am 30. Juni beim Ironman Frankfurt an den Start gehen.

Frodeno, Kienle, Lange – der Kampf um die EM-Krone geht im Jahr 2019 glatt als Giganten-Treffen durch. Ob beim Schwimmen im Langener Waldsee, auf der Radstrecke durch Frankfurt und Wetterau oder beim Marathon an den Mainuferpromenaden: Im Rennen der Männer-Profis blickt jeder und alles auf diesen Dreikampf.

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"Das ist eine supergeile Situation für unseren Sport in Deutschland", beschreibt Kienle den Stellenwert dieser Konstellation. "Gerade Jan und natürlich auch Patrick haben den Sport in den letzten Jahren in Deutschland weiter vorangebracht und aus der Nussschale herausgeholt. Jetzt haben wir das Aufeinandertreffen vor heimischen Kameras. Ich glaube, das wird ganz cool und hoffe, nicht nur Zuschauer zu sein."

Den 34-Jährigen plagten in der Vergangenheit immer wieder Achillessehnenprobleme, wegen derer er beim Ironman Hawaii im vergangenen Herbst zu Beginn der Laufstrecke aufgeben musste. In der Vorbereitung auf die neue Saison, die ihm bislang unter anderem zwei Siege bei den Challenge-Rennen in Heilbronn und Samorin (Slowakei) einbrachte, probierte Kienle mit seinem neuen Trainer Philipp Seipp etwas aus: ein Trainingslager in Girona im Nordosten Spaniens – einem Lebensmittelpunkt von Jan Frodeno. Beim Doppelinterview vor der Sportschau-Kamera in diesem Frühjahr kommt es zu einer bemerkenswerten Szene.

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Lange im Interview
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"Ich habe schon öfter daran gedacht, dass ich es vielleicht mal sein lassen könnte", sagt der 37 Jahre alte Frodeno. Und deutet damit nicht nur Gedanken ans Karriereende an, sondern auch, welchen Stellenwert die Konkurrenz zu Lange für seine ganz persönliche Motivation hat. "Ich glaube, ich muss Patrick danken, der mir den inneren Schweinehund...", fängt Frodeno einen Satz an, den Kienle vervollständigt: "... ein bisschen angestachelt hat."

Frodeno und Kienle sind seit Jahren befreundet. Hin und wieder trinken sie eine Tasse Kaffee zusammen oder gehen, wenn die Zeit es zulässt, gemeinsam essen. Das sind dann aber auch schon die Grenzen des Miteinanders. "Wir machen kein Team auf", stellt Frodeno klar. "Sportlich kämpft hier nach wie vor jeder für sich." Besonders deutlich wurde das im Vorfeld der vergangenen WM auf Hawaii, als Kienle Lange mit Schummel-Vorwürfen konfrontierte. Das Säbelrasseln hallt bis heute nach.

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Frodeno im Interview
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Dass sich Frodeno durch den Erfolg von Patrick Lange derartig motiviert fühlt, löst wiederum etwas beim gebürtigen Bad Wildunger aus. "Das bringt einiges an Energie mit, es treibt tatsächlich an", sagt der Wahl-Österreicher, der nach Jahren in Darmstadt nun in Hallein in der Nähe von Salzburg lebt.

"Jan hat gesagt, dass es ihn unheimlich anspornt, mich als Konkurrenten zu haben. Dass es ihm unglaublich wichtig ist, mich zu schlagen. Meine Motivation ist etwas anders gelagert – aber es ist natürlich trotzdem cool, dass man sich gegenseitig so hochpusht." Es ist alles bereit für das Giganten-Treffen beim Ironman Frankfurt.

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Sebastian Kienle im Interview
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