Ironman Patrick Lange vor dem Schwimmen

2017 und 2018 krönte sich Patrick Lange zum König der Ironmen. Und 2020? War der Hesse aus bekannten Gründen zur Untätigkeit gezwungen. Seiner Liebe zum Sport hat das aber keinen Abbruch getan. Im Gegenteil.

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Patrick Lange
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Keine Ironman-WM auf Hawaii, keine Ironman-EM in Frankfurt – für den zweimaligen Weltmeister Patrick Lange war das Sportjahr coronabedingt eines zum Vergessen. Wie für die meisten Triathleten. Einzig beim großen Rennen der Professional Triathlon Organisation im Rahmen der Challenge Daytona kämpften hundert der besten Athleten der Erde um das Rekordpreisgeld von 1,15 Millionen Dollar. Der einzige Höhepunkt des Triathlonjahres.

Neben dem dreimaligen deutschen Ironman-Weltmeister Jan Frodeno blieb allerdings auch Lange dem Rennen fern. Der Bad Wildunger verzichtete auf den Wettkampf, weil er sich für 2021 fit machen will.

Lange lebt und trainiert zwar in Salzburg, schaute jüngst aber auch in Frankfurt-Rödelheim beim Institut für Leistungsdiagnostik IQ Athletics vorbei, um einen Leistungstest zu machen. Mit den dabei erhobenen Daten will er in der neuen Saison angreifen. Auch wenn diese noch von Ungewissheit geprägt ist. Ob etwa der Frankfurter Ironman 2021 stattfindet, ist derzeit noch völlig offen. Keine einfache Situation.

"...dann realisierst du erst, wie viel es dir bedeutet."

Das abgelaufene Jahr bezeichnete Lange daher im Gespräch mit dem hr-sport als eine Art Achterbahnfahrt. "Man wusste als Sportler nie so richtig, auf was man sich einstellen kann", sagte der Hawaii-Gewinner von 2017 und 2018. "Eine extrem unstabile Zeit."

Umso mehr hofft er auf ein Ende der Pandemie – und damit auch auf eine Rückkehr in gewohnte Muster. "Wenn du etwas genommen bekommst, dann realisierst du erst, wie viel es dir bedeutet. Und der Wettkampfsport ist uns genommen worden."

Das Hafenbecken von Hawaii als großes Ziel

Was bleibt in so einer schwierigen Phase? Für Lange ist es die Hoffnung auf Wettkämpfe, auf das Ziel der ganzen Trainings-Schinderei. "Ich lasse mich von der ganzen Situation nicht mehr runterziehen, sondern ich blicke nach vorne und glaube felsenfest daran, dass ich im Oktober im Hafenbecken auf Hawaii schwimmen werde."

Passend dazu hat er kurz vor Weihnachten auch einen Wunsch für das Sportjahr 2021: "Ganz oben auf der Wunschliste steht, auf Hawaii wieder ganz vorne dabei zu sein."