dpa Hawaii Lange

Der Ironman auf Hawaii findet wegen der Corona-Krise in diesem Jahr nicht statt und ist auf Februar 2021 verschoben worden. Für Mitfavorit Patrick Lange und Triathletin Daniela Bleymehl birgt das gleich mehrere Herausforderungen.

Mit dem Ironman auf Hawaii fällt ein weiteres sportliches Großereignis in diesem Jahr der Coronakrise zum Opfer. Wie die Veranstalter am Donnerstagabend bekannt gaben, muss die Langstrecken-Weltmeisterschaft erstmals in ihrer Geschichte verschoben werden. Der für den 10. Oktober geplante Wettkampf soll nun am 6. Februar 2021 nachgeholt werden. Damit sollen die Titelkämpfe im kommenden Jahr zweimal stattfinden, denn auch am nächsten regulären Renndatum am 9. Oktober 2021 soll festgehalten werden.

Die Entscheidung sei vor allem wegen der derzeitigen Probleme bei den Qualifikationen sowie den gegenwärtigen internationalen Grenz- und Reisebeschränkungen in Hawaii getroffen worden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung des Veranstalters mit den lokalen Behörden. Dadurch sei "die Austragung und Durchführung von wettbewerbsfähigen Weltmeisterschaften" schwer möglich.

Gemischte Gefühle bei Lange

"Von heute an wissen wir endlich, wann wir wieder ein Rennen auf dieser besonderen Insel haben werden", schrieb Patrick Lange in einer ersten Reaktion auf Instagram. Der Triathlet aus Bad Wildungen hatte 2017 und 2018 auf Hawaii gesiegt. Mit der Verschiebung ins kommende Jahr hätten alle nun ein neues Ziel.

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Auch Ironman Frankfurt verschoben

Die Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt wird wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant Ende Juni stattfinden. Das Rennen war bereits im April verschoben worden, nach einem Ersatztermin wird noch gesucht.

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"Inklusive der Herausforderung das Training und die Reisen an die neue Rennsaison anzupassen." Er könne es nicht abwarten, wieder an der Startlinie zu stehen, "mit all denen, die die gleiche Leidenschaft wie ich für diesen Sport haben". Lange hatte im April auch ein reines Profi-Rennen auf Hawaii ins Gespräch gebracht.

Bleymehl optimistisch

Er hatte bereits vor der Verschiebung zudem betont, dass der geplante Termin im Februar eine größere Herausforderung darstellt. "Sich im kalten europäischen Winter auf ein Hitzerennen vorzubereiten ist beinahe unmöglich", so der 33-Jährige. "Insofern wird sich hier für alle Teilnehmer die Frage stellen, wie man den Körper bestmöglich klimatisch auf die tropischen Bedingungen auf Hawaii vorbereiten kann."

Auch die Darmstädterin Daniela Bleymehl sieht diese Schwierigkeit. "Ein langer Weg, eine neue Situation und ganz sicher eine riesige Herausforderung für die Athleten", schrieb die Tritahletin auf Instagram mit Blick auf den neuen Termin im Februar. Bleymehl, die im vergangenen Jahr drittbeste Deutsche auf Hawaii war, will aber optimistisch bleiben: "Lasst uns das Beste daraus machen." Darauf wird es im kommenden Jahr ankommen - und das gleich zwei Mal.