Eduard Trippel bei den Olympischen Spielen

Judoka Eduard Trippel war bei den Olympischen Spielen erst im Finale zu stoppen. Im Duell um Gold fehlte dem Rüsselsheimer dann die Spannung. Wirklich traurig war er trotzdem nicht.

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Standbild: Eduard Trippel beim Final-Kampf
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Judoka Eduard Trippel hat bei den Olympischen Sommerspielen überraschend die Silbermedaille gewonnen. Der 24 Jahre alte Rüsselsheimer musste sich am Mittwoch erst im Finale der Klasse bis 90 kg dem georgischen Europameister Lascha Bekauri geschlagen geben. Es war die erste deutsche Männermedaille im Judo seit Ole Bischof 2012 in London.

"Ich war nach dem Halbfinale schon so froh. Das war mein Verhängnis im Finale, weil ich schon so happy war. Ich habe ein bisschen Spannung verloren. Seit Ole Bischof bin ich jetzt wieder derjenige, der eine Medaille hat. Ich hätte Bekauri besiegen müssen im Finale. Über eine olympische Medaille kann man sich aber nicht beschweren, ich bin trotzdem froh", sagte Trippel.

Reihenweise Favoriten ausgeschaltet

Die Nummer 15 der Weltrangliste hatte sich zuvor in einen Rausch gekämpft und reihenweise Favoriten ausgeschaltet. Nach den Ex-Weltmeistern Nemanja Majdov aus Serbien (erste Runde) und Gwak Dong-Han aus Südkorea (Achtelfinale) besiegte der jüngste Mann im deutschen Judo-Team im Viertelfinale den ungarischen WM-Dritten Krisztian Toth. Im Halbfinale schlug er dann den früheren Vizeweltmeister Mihael Zgank aus der Türkei nach Verlängerung. 

Der Polizeistudent hatte zuvor nie bei einer großen Meisterschaft im Erwachsenenbereich eine Medaille gewonnen. 2017 war er WM-Dritter bei den Junioren geworden.