Collage: Kalicki und Leyhe

Die Würfel sind gefallen: Kim Kalicki und Stephan Leyhe sind Hessens Sportlerin und Sportler des Jahres 2020.

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Stephan Leyhe
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Es war alles andere als ein einfaches Sportjahr für Hessens Athletinnen und Athleten. Und doch konnten viele von ihnen den widrigen Umständen im Pandemie-Jahr 2020 trotzen und sportliche Bestleistungen verbuchen.

Und so hat auch in diesem Jahr der Landessportbund Hessen (LSB) die Sportlerinnen und Sportler des Jahres gesucht. Zum ersten Mal hat dabei nicht nur die bewährte Expertenjury entschieden, sondern auch ein Uservoting auf hessenschau.de.

Sportlerin des Jahres: Kim Kalicki

Den Titel Sportlerin des Jahres sicherte sich dabei Bobpilotin Kim Kalicki aus Wiesbaden. Die Polizeikommissarin gewann im Februar zunächst die Junioren-WM im Zweierbob, im März holte sie überraschend WM-Silber in Altenberg. Die 23-Jährige setzte sich gegen Langstreckenläuferin Melat Yisak Kejata und Fußballerin Sophia Kleinherne durch.

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Kim Kalicki
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Sportler des Jahres: Stephan Leyhe

Bei den Männern hatte Skispringer Stephan Leyhe die Nase vorn und sicherte sich vor 800-Meter-Spezialist Marc Reuther sowie Radsportler Miguel Heidemann den Titel Sportler des Jahres. Leyhe, der aktuell an einem Kreuzbandriss laboriert, gewann im Frühjahr nicht nur sein erstes Einzelspringen im Weltcup sowie die Gesamtwertung Willingen Five – für den gebürtigen Schwalefelder ein ganz besonderer Erfolg. Dem 28-Jährigen gelangen noch zwei weitere Weltcup-Siege in Zakopane und Lahti sowie der sechste Platz im Gesamt-Weltcup.

Stephan Leyhe

Sportlerin mit Behinderung des Jahres: Natascha Hiltrop

Zur Sportlerin mit Behinderung des Jahres wurde Sportschützin Natascha Hiltrop gewählt. Zwar fielen die Paralympics der Pandemie zum Opfer, die 28-Jährige will nun aber 2021 in Tokio auf Medaillenjagd gehen. Selbiges gilt übrigens auch für Tischtennis-Spieler Jochen Wollmert und Goalballer Michael Dennis, die Hiltrop knapp auf die Ränge zwei und drei verwies.

Sportschützin Natascha Hiltrop

Newcomer des Jahres: Oliver Koletzko

Zum Newcomer des Jahres sprang Weitspringer Oliver Koletzko – und zwar mit Anlauf. Deutscher Jugendhallenmeister, Führender in der Jahresbestenliste, Deutscher U18-Meister: Die Erfolge Koletzkos sprechen für sich. Damit ließ er Bobfahrer Malte Schwenzfeier und Dressurreiterin Valentina Pistner hinter sich.

Oliver Koletzko

Trainer des Jahres: Tim Restle

Schwenzfeier ist dennoch zumindest über Bande vertreten, sein Coach Tim Restle konnte sich nämlich den Titel als Trainer des Jahres sichern. Größter Erfolg des 37 Jahre alten Restles war neben Schwenzfeiers Junioren WM-Titel Rang eins für Anschieberin Vanessa Mark beim Weltcupauftakt im lettischen Sigulda. Hinter Restle mussten sich Hammerwurf-Trainer Uwe Hurych und Ruder-Trainer Ralf Hollmann einreihen.

Tim Restle

Mannschaft des Jahres: Noemi Ristau und Paula Brenzel

Den Titel Mannschaft des Jahres konnten sich Noemi Ristau und Paula Brenzel sichern. Die sehbehinderte Ristau und ihr Guide Brenzel gewannen 2020 den Gesamtweltcup, die Deutschen Meisterschaften und den Weltcupauftakt der Skirennläufer im November, zudem nehmen sie gemeinsam Gold bei den Paralympics 2022 und die WM 2022 fest in Angriff. Für Sarjana Klamp und Lisa Holbrook, die gemeinsam im Ruder-Achter die U23-Europameisterschaften gewannen, sowie die United Volleys Frankfurt blieben nur die Ränge zwei und drei.

Noemi Ristau und Paula Brenzel

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 16.12.20, 19.30 Uhr