Gesa Krause war über die Olympia-Absage geschockt.

Gesa Krause nimmt sich eine schöpferische Pause und geht vorzeitig in die Leichtathletik-Winterpause. Nach einem ereignisreichen Jahr 2020 ist der Akku leer, Olympia ist aber schon im Hinterkopf.

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Gesa Krause scheidet aus
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Weltklasse-Läuferin Gesa Krause aus Ehringshausen (Lahn-Dill) hat ihre Leichtathletik-Saison wegen Erschöpfung vorzeitig abgebrochen. Knapp drei Wochen nach den deutschen Meisterschaften in Braunschweig, bei denen die WM-Dritte im Rennen über 3000 Meter Hindernis aufgegeben hatte, teilte die 28-Jährige am Donnerstag via Instagram ihren Entschluss mit.

Olympia bereits im Hinterkopf

"Das Jahr 2020 wird mir auf ewig in Erinnerung bleiben, und ich bin mit Sicherheit nicht die Einzige, der es so ergeht", schrieb die Sportlerin mit Herz. Die Olympia-Absage habe ihr Leben auf den Kopf gestellt. "Für jetzt bleibt mir nur zu sagen, dass die vergangenen 23 Monate kräftezehrend waren und ich meine Energie aufgebraucht habe." In den vergangenen fast zwei Jahren habe sie insgesamt nur 14 trainingsfreie Tage gehabt.

Die deutschen Titelkämpfe seien ein emotionaler Tiefschlag gewesen, gestand sie. Sie zweifle aber nicht an ihrem Potenzial. "Vielmehr habe ich den Traum, weiterhin über mich hinaus zu wachsen, an mir zu arbeiten und meinen Traum einer olympischen Medaille im nächsten Jahr zu verwirkliche", meinte die Wahl-Frankfurterin. Aus diesem Grund habe sie sich entschlossen, "die Saison 2020 zu beenden und mir eine Auszeit und schöpferische Pause zu gönnen".