Nico Kurz bei seinem WM-Debüt

Nach seinem Debüt im vergangenen Jahr ist Nico Kurz auch 2020 bei der Darts-WM im Londoner "Ally Pally" dabei. Der Hanauer ist trotz eines schweren Auftaktgegners verhalten optimistisch und zieht Lehren aus 2019.

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Nico Kurz Portrait
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"Weihnachtspullis sind erlaubt", sagte der Sprecher der Professional Darts Corporation. Das aber ist dann auch das Einzige, was in diesem Jahr im Londoner Alexandra Palace, kurz "Ally Pally", ist wie in den vergangenen Jahren - und der Sport natürlich. Die Darts-WM hat sich in den vergangenen Jahren von der prolligen Party mit Sportbegleitung zum Must-See auch vieler deutscher Fans gemausert. Mittendrin: Nico Kurz aus Hanau. "Die Weltmeisterschaft ist das größte für jeden Dartsspieler", sagte er dem Fachportal dartn.de.

Und das auch in diesem Jahr, wird doch wegen der Corona-Pandemie so vieles anders sein. Nur rund 1.000 Fans dürfen pro Session mit dabei sein, Gesänge und Verkleidungen sind nicht erlaubt - das Ally-Pally-Grundnahrungsmittel Alkohol dagegen schon. Kurz sieht das - trotz seiner gerade einmal 23 Jahre - extrem abgeklärt. "Ich sehe darin keinen Vor- oder Nachteil", sagte er mit Blick auf die geringere Anzahl der Fans in der Halle.

Lehren aus dem Debüt

Ein klarer Vorteil dagegen ist aus seiner Sicht, dass er im vergangenen Jahr schon einmal dabei war. "Ich weiß jetzt, wie die Abläufe sind, und wie es ist, auf dieser Bühne zu spielen", sagte Kurz. Obwohl das bei seinem Debüt im Ally Pally 2019 anders war, schaffte es Kurz bis in Runde drei, überraschte damit nicht nur seine Gegner, sondern ein wenig auch sich selbst.

An die starken Leistungen will der Hanauer anknüpfen, am 19. Dezember, wenn für Kurz das erste Match auf dem Spielplan steht. "Zufrieden ist man ja, wenn man bei der WM gegen gute Gegner sein Spiel abruft und eine ordentliche Leistung bringt. Dann kommt man auch weiter." So einfach kann Darts sein.

Hammer auf Hammer

Wäre da nicht der "Hammer", der in Runde eins auf Kurz wartet: Andy Hamilton, der Mann mit dem gleichen Spitznamen wie Ex-Fußball-Profi Thomas Hitzlsperger. Sollte kurz den "Hammer" bezwingen, würde er im nächsten Match auf die deutsche Nummer eins Gabriel Clemens treffen. Und wäre erneut Außenseiter.

In Runde drei bekäme es der Hanauer dann vermutlich mit Titelverteidiger Peter Wright zu tun. Ein schweres Programm also - Kurz aber glaubt, wenn er erst einmal im Flow ist, dann kann er weit kommen: "Dann spielt sich das von Runde zu Runde weiter."

Q-School als Ziel

Für 2021 hat sich Kurz viel vorgenommen - die Qualifying School, kurz Q-School, wo sich Amateure für die Darts-Profi-Tour qualifizieren können. Noch ist nicht klar, ob es die überhaupt geben wird. "Wenn es stattfindet, dann spiele ich auf jeden Fall alle vier Tage. Und dann sehen wir, was dabei rauskommt." Auch hier gilt wieder Kurz' Maxime: Wer gut ist, kommt auch weiter. Vielleicht sogar im Weihnachtspulli.