Der Landessportbund Hessen hat die Entscheidung des Hessischen Ringer-Verbandes begrüßt, drei Ringer muslimischen Glaubens für ein halbes Jahr zu sperren.

Die Ringer der RWG Hanau/Erlensee hatten einer Kampfrichterin zu Beginn eines Verbandsliga-Kampfes den Handschlag verweigert. Daraufhin führten sie an, ihre Religion verbiete ihnen die körperliche Berührung fremder Frauen. Die Kampfrichterin disqualifizierte die Sportler der RWG in der Folge.

"Wir akzeptieren selbstverständlich, wenn ein Sportler unsere Regeln aus persönlichen Gründen nicht anerkennen kann oder will. Aber gerade der Wettkampfsport braucht klare und nachvollziehbare Regeln", erklärte LSB-Präsident Rolf Müller am Freitag in einer Verbandsmitteilung. Wer diese Regeln nicht akzeptiere, könne "an unserem Wettkampfsport leider nicht teilnehmen". Die Entscheidung des Ringer-Verbandes sei vor diesem Hintergrund "absolut rechtens".