Patrick Lange im Ziel auf Hawaii
Patrick Lange Bild © Imago Images

Ironman-Champion Patrick Lange sieht sich nach zwei WM-Titeln noch lange nicht am Ende. Vor der nächsten sportlichen Herausforderung freut sich der König von Kona aber vor allem auf eins: Urlaub.

Videobeitrag

Video

zum Video Triathlet Lange: "Reise ist noch nicht zu Ende"

Ende des Videobeitrags

Ein paar Tage noch, dann hat Patrick Lange es geschafft. Ein paar Tage voller Interviews, voller Dreh- sowie Sponsorentermine und Empfänge – dann ist Ruhe. "Anfang November sind komplett zwei Wochen Urlaub angesagt", verriet der alte und neue Ironman-Weltmeister am Montagabend im heimspiel! des hr-fernsehens. Zwei Wochen "ohne Laufschuhe, ohne Fahrrad, ohne Schwimmbrille".

Allerdings: So übel findet der gebürtige Bad Wildunger, der für den DSW Darmstadt startet, den Trubel der vergangenen Tage gar nicht. Im Gegenteil. "Bis jetzt ist alles gut. Es ist eine enorme Ehre, da schwingt viel positive Energie mit", sagte Lange über die Aufmerksamkeit, die er seit seinem Rekordritt auf Hawaii am 13. Oktober erfährt.

7:52:39 Stunden für 3,8 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und einen Marathonlauf – der 32-Jährige ist der erste Mensch überhaupt, der beim prestigeträchtigsten Triathlon der Welt unter der magischen Acht-Stunden-Marke blieb. "Das kann mir keiner mehr nehmen, da bin ich auch ein Stück weit stolz drauf."

Videobeitrag

Video

zum Video Triathlet Lange: "Braucht Zeit den Code zu knacken"

Ende des Videobeitrags

Sich nichts nehmen lassen, dafür aber weiterhin alles geben – das ist Langes Zielsetzung für die kommenden Jahre. "Ich habe ein gutes Bauchgefühl, dass die Reise noch nicht zu Ende ist und dass da noch einiges geht", sagte er, nicht ohne die Namen Mark Allen und Dave Scott im Hinterkopf zu haben.

Die beiden US-Amerikaner dominierten das Ironman-Hawaii-Geschehen in den 1980er- und 90er-Jahren quasi im Alleingang und konnten den WM-Titel jeweils sechs Mal einheimsen. Nach seinen Triumphen 2017 und 2018 steht Lange nun bei zwei Erfolgen. "Vielleicht ist mir noch der eine oder andere Sieg vergönnt", schielt er nun auf die Liga der ganz großen Ironman-Helden.

"Krasse Anpassungen"

Auf dem Weg dorthin sollen ihm auch die teils negativen Erfahrungen der vergangenen zwölf Monate helfen. Nach seinem Sieg vor einem Jahr habe er mit "krassen Anpassungen" wie der Koordination von Medienterminen und anderen "äußeren Faktoren" zu kämpfen gehabt.

Bei der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt im Sommer hatte er es mit Rang drei zwar aufs Podium geschafft, wegen falscher Ernährung sei er aber "energetisch am Ende" gewesen. "Man muss ja auch mal ein bisschen was ausprobieren – das hat nicht geklappt. Erfahrung spielt eine große Rolle. Man braucht eine gewisse Zeit, um diesen Code zu knacken."

Videobeitrag

Video

zum Video Ironman Lange: "Der Sport entwickelt sich weiter"

Ende des Videobeitrags

Langes größtes Pfund – seine Laufstärke – will er auch künftig ausspielen. "Es ist mein größter Erfolgsfaktor, dass ich in der Laufökonomie den Triathlonsport weiterentwickelt habe. Damit habe ich mich in den letzten Jahren sehr intensiv befasst und einen Extra-Trainer eingestellt, der sich nur mit Lauftechnik auseinandersetzt." In den zwei Wochen Urlaub Anfang November hat vermutlich aber selbst der bei Patrick Lange nichts zu melden.