Gesa Krause

Hindernis-Europameisterin Gesa Krause hat bei den deutschen Hallen-Meisterschaften der Leichtathleten in Dortmund über 1500 Meter den Titel gewonnen. Bei den Männern gab es Silber für Homiyu Tesfaye.

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Gesa Krause
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Es ist nicht ihre Paradedisziplin, dennoch stand Gesa Krause am Ende ganz oben auf dem Treppchen. In 4:12,68 Minuten setzte sich Hindernis-Europameisterin über 1500 m durch und hängte die Spezialistinnen ab.

Die Erhingshäuserin, deren Spezialstrecke 3000 m Hindernis in der Halle nicht auf dem Programm steht, sicherte sich ihren erst zweiten Hallen-Titel durch einen starken Schlussspurt, mit dem sie Caterina Granz (Berlin/4:13,26) und Katarina Trost (München/4:13,48) auf die Plätze verwies. Ihren bislang einzigen Hallen-Titel hatte die 28-Jährige 2015 über 3000 m gewonnen.

Homiyu Tesfaye wird zweiter

"Das war mein achtes Rennen in dieser Hallen-Saison. Ich konnte ein Jahr nicht im Wettkampf stehen, deshalb habe ich richtig Bock - und mit der Hallen-EM ein echtes Ziel", sagte Krause. "Welche Strecke ich bei der EM bestreite, habe ich noch nicht entschieden." Bei der EM im polnischen Torun in zwei Wochen wird sie Außenseiterin sein - aber eine mit Überraschungs-Potenzial.

Bei den Männern lief Homiyu Tesfaye mit 3:40,98 Minuten auf den zweiten Platz. Der Frankfurter musste Marius Probst aus Bochum (3:40,80 Minuten) den Vortritt lassen. Marvin Heinrich von Eintracht Frankfurt wurde mit 3:44,76 Minuten vierter.

Oskar Schwarzer überrascht

Beim Weitsprung gab es für Maryse Luzolo aus Königstein kein Vorbeikommen an Weltmeisterin Malaika Mihambo. Mit 6,51 Metern sprang Luzolo auf Platz drei, einen Rang vor der viertplatzierten Julia Gerter (6,39 m) von Eintracht Frankfurt. Hessens Newcomer des Jahres Oliver Koletzko vom vom LV Wiesbaden wurde bei den Männern fünfter.

Beim 800-Meter-Rennen der Männer überraschte Oskar Schwarzer vom TV Groß-Gerau und wurde mit persönlicher Bestzeit sensationell Deutscher Meister. Schwarzer steigerte seine Bestzeit in Dortmund auf 1:47,63 Minuten und war damit fast drei Zehntel schneller als bisher. Für Marc Reuther von Eintracht Frankfurt reichte es hingegen nur zu Platz drei. Der Jahresbeste Reuther, der 2018 die Hallen-DM gewonnen hatte, kam mit 1:48,70 Minuten ins Ziel.