Gesa Krause beim Zieleinlauf bei der Hallen-DM 2021

Topläuferin Gesa Krause, Underdog Oskar Schwarzer und Co. sind ab Donnerstag bei der Europameisterschaft in Polen gefordert. Weil die Corona-Zahlen hoch sind, setzt das deutsche Team bereits bei der Anreise auf die größtmögliche Sicherheit.

Insgesamt 730 Sportler plus Betreuer, Funktionäre und Kampfrichter über vier Tage verteilt unter einem Hallendach: Was in Corona-Zeiten ungewöhnlich erscheint, findet von Donnerstag bis Sonntag bei der Hallen-EM der Leichtathleten statt. Im polnischen Torun werden die Titelkämpfe mit einem strengen Hygienekonzept ausgetragen. 50 deutsche Teilnehmer sind dabei, darunter drei Hessinnen und sechs Hessen.

Das Ansteckungs-Risiko minimieren

In Polen besagen die Vorschriften, dass zeitgleich maximal 150 Sportler an einem Ort sein dürfen. Dabei werden Betreuer und Mitarbeiter nicht gezählt. "Aber so viele werden es bei der Leichtathletik nicht, damit haben wir zum Glück kein Problem", versicherte Mateusz Bosiacki, Pressesprecher der Organisatoren, der Deutschen Presse-Agentur. Er rechnet damit, dass gleichzeitig etwa 40 oder maximal 60 Sportler in der Halle sind.

Das deutsche Team reist in Pkws an. "Wir wollen das Risiko einer Ansteckung minimieren, das ist für uns der sicherste Weg", sagt Annett Stein, Chef-Bundestrainerin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Für ihre Spitzenathleten sei die EM "sehr, sehr wichtig" - schließlich ist es die letzte internationale Meisterschaft vor den geplanten Olympischen Spielen in Tokio.

Same procedure as in Dortmund

DLV-Asse wie Mihambo, Kugelstoß-Medaillenkandidatin Christina Schwanitz oder Gesa Krause (Ehringshausen), die frisch gebackene Deutsche Meisterin über 1.500 Meter, kennen das Procedere mit langer Anreise, Testungen und Maskenpflicht (außerhalb des Aufwärmens und des Wettkampfs) längst von internationalen Meetings, wie es auch eines im Februar in Torun als EM-Generalprobe gab. Die deutschen Meisterschaften in Dortmund wurden ebenfalls mit einem ähnlichen Konzept und insgesamt 250 Teilnehmern durchgeführt. Nach DLV-Angaben war von 1.000 Schnelltests kein einziger positiv.

Zuschauer sind natürlich nicht zugelassen. Polen verzeichnete zuletzt wieder ein steigendes Infektionsgeschehen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Dienstag gab es 7.937 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Im gleichen Zeitraum starben 216 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Deutschland hat das Nachbarland mit seinen 38 Millionen Einwohnern als Risikogebiet eingestuft.

Weitere Informationen

Diese Hessen starten bei der Hallen-EM für Deutschland

MÄNNER
60 Meter:
Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar), Michael Pohl (Sprintteam Wetzlar)
800 Meter: Marc Reuther (Eintracht Frankfurt), Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau)
1.500 Meter: Homiyu Tesfaye (TSV Pfungstadt)
Siebenkampf: Andreas Bechmann (Eintracht Frankfurt)

FRAUEN
1.500 Meter:
Gesa-Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier/gebürtig aus Ehringshausen)
Weitsprung: Maryse Luzolo (Königsteiner LV)
Kugelstoßen: Sara Gambetta (SV Halle/gebürtig aus Lauterbach)

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