Hessens Tennis-Star Andrea Petkovic ist bei den Australian Open zwar früh ausgeschieden, blickt aber mit neuem Optimismus auf das Jahr 2021. Und hat eine neue Antwort auf die Frage nach ihrem möglichen Karriereende.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Der alte Gaul": Andrea Petkovic über mögliches Karriereende

Andrea Petkovic
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Andrea Petkovic hat mit Ernüchterung auf ihr frühes Ausscheiden bei den Australian Open reagiert. "Es ist keine Enttäuschung, aber der Ärger sitzt tief", sagte Hessens Tennis-Star aus Darmstadt, nachdem sie am Montag ihre Erstrunden-Partie gegen die Tunesierin Ons Jabeur mit 3:6, 6:3, 4:6 verloren hatte. "Ich wollte das Match schon gewinnen", sagte Petkovic. "Und ich habe auch von mir erwartet, dass ich es gewinne."

Gegen die an Nummer 27 gesetzte Jabeur zeigte die 33-Jährige zwar eine gute Leistung, den fünften Matchball nach 2:01 Stunden konnte sie aber nicht abwehren. Schon vorher hatte die mit großem Kämpferherz agierende Darmstädterin eigene Break-Chancen ungenutzt gelassen, die Niederlage ist deshalb insgesamt eher unglücklich.

Petkovic: Zuversicht und Vertrauen sind zurück

Als Gründe für das frühe Aus beim traditionell ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres machte Petkovic neben der pandemiebedingt langen Wettkampfunterbrechung auch ihre Knie-OP vor einem Jahr aus. "Es gab nicht so viele Turniere, aber ich hatte auch große körperliche Probleme", sagte sie. "Ich konnte selten mal fünf, sechs Wochen am Stück richtig trainieren. Seit meiner OP habe ich mich nie richtig gut gefühlt."

Auch deshalb seien Gedanken über ein mögliches Karriereende "immer ein bisschen im Hinterkopf", wie die 33-Jährige sagte. "Letztes Jahr sollte eigentlich mein letztes Jahr werden. Nach der OP waren die Trainingsmöglichkeiten für mich beschränkt." In den vergangenen zwei Monaten habe Petkovic aber "neue Hoffnung geschöpft – und Zuversicht und Vertrauen" in ihren Körper zurückgewonnen.

"Ich würde gerne noch lange spielen"

Die neue Marschroute: Tennis ist solange möglich, wie es die Knochen zulassen. "Momentan fühle ich mich sehr gut", sagte sie. "Ich würde gerne noch lange spielen. Mal schauen, wie lange er es noch macht, der alte Gaul." Die Ernüchterung in Runde eins der Australian Open ist jedenfalls nicht das letzte Kapitel im Karriere-Buch von Andrea Petkovic.