Tony Martin und sein Team Katusha-Alpecin bei der Straßenrad-WM
Im Einzelzeitfahren soll es für Tony Martin besser klappen als mit dem Team. Bild © picture-alliance/dpa

Zeitfahr-Experte Tony Martin hofft noch auf ein Top-Ergebnis bei den Straßenrad-Weltmeisterschaften in Innsbruck. Nach dem enttäuschenden elften Platz im Team-Zeitfahren soll es im Einzelwettbewerb am Mittwoch besser klappen für den Eschborner.

Tony Martin fühlt sich nach überstandener Verletzung wieder auf der Höhe. Der Eschborner ist gemeinsam mit dem Berliner Senkrechtstarter Maximilian Schachmann die deutsche Hoffnung für das Einzelzeitfahren am Mittwoch bei den Straßenrad-Weltmeisterschaften in Innsbruck.

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Tony Martin auf dem Rad bei der Tour de France

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Alles bestens" - Tony Martin vor dem WM-Zeitfahren

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"Von den Medaillenchancen bin ich überzeugt, ich denke, dass ich gut drauf bin und mich von meiner Verletzung gut erholt habe", sagte Martin. Nach seinem bei der Tour de France im Juli erlittenen Wirbelbruch hat sich der 33-Jährige bei der Rundfahrt in Großbritannien wieder Rennhärte geholt. Im Mannschaftszeitfahren in Tirol gab es für den Eschborner aber trotzdem nichts zu gewinnen.

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Um Medaillen mitkämpfen

Der viermalige Einzel-Champion landete mit Katusha-Alpecin abgeschlagen auf Rang elf nach einem Defekt von Nils Pollit. "Natürlich sind wir enttäuscht. Aber der Defekt von Nils hat uns 30 bis 60 Sekunden gekostet. Dann war auch die Motivation weg", sagte Martin nach dem Rennen. Katusha-Alpecin kam nur mit vier von sechs gestarteten Fahrern ins Ziel. Mit seiner eigenen Leistung sei er immerhin zufrieden gewesen.

In seiner einstigen Domäne sucht Martin seit einiger Zeit den Weg zurück in die absolute Spitze. 2016 bei der WM in Katar hatte er seinen letzten großen internationalen Sieg im Kampf gegen die Uhr, 2017 in Bergen/Norwegen als Neunter enttäuscht, dieses Jahr aber immerhin beim Giro d'Italia mit einem zweiten Platz im Zeitfahren eine Trendwende erkennen lassen. Auch wenn der Kurs in Innsbruck mit einem Anstieg sehr anspruchsvoll ist, "sollte das Ziel sein, um Medaillen mitzukämpfen", sagte der 33-Jährige bei radsport-news.com.