Schwimmerin Sarah Köhler kann über die 800 Meter Freistil ihren Triumph von vor drei Tagen nicht wiederholen. Besonders bitter: Ihre Vorlaufzeit hätte für mehr gereicht.

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Audioseite Köhler über 800 Meter auf Platz sieben

Enttäuschung bei Sarah Köhler nach dem 800-Meter-Finale
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Freistilschwimmerin Sarah Köhler hat bei den Olympischen Spielen in Tokio ihre zweite Medaille deutlich verpasst. Drei Tage nach Bronze über 1.500 Meter schlug die 27-Jährige von der SG Frankfurt im Finale über 800 Meter nach 8:24,56 Minuten als Siebte an. Zum zweiten Edelmetall fehlten sechs Sekunden.

Gold ging an die Weltrekordlerin Katie Ledecky, die ihren insgesamt siebten Olympiasieg feierte. Auf Platz zwei und drei folgten die Australierin Ariarne Titmus und die italienische Europameisterin Simona Quadarella.

Köhler ist "ein bisschen sprachlos"

"Ich bin ein bisschen sprachlos über eine 8:24, da bin ich über 1.500 schon deutlich schneller durchgegangen", sagte Köhler in der ARD. "Jetzt haben andere ihre Chance genutzt, und ich habe meine verpasst." Dass ihre Vorlaufzeit von 8:17,33 Minuten für Bronze gereicht hätte und sie im Finale langsamer war, sei "schon ziemlich enttäuschend".

"Es war offensichtlich ein konditionelles Problem letztendlich", sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn mit Blick auf die anstrengenden bisherigen Rennen und den Rummel nach Bronze: "Es war letztendlich ein bisschen viel, um hier nochmal abliefern zu können." Trotz aller logischen Erklärungen stellte Berkhahn aber auch fest: "Es war nicht zu erwarten, dass sie so eine schlechte Leistung bringt."

Am Mittwoch hatte die Vize-Weltmeisterin über 1.500 Meter mit der ersten Olympia-Medaille seit 13 Jahren die Durststrecke der deutschen Beckenschwimmer beendet. Zuvor hatte Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen 2008 in Peking das letzte Edelmetall gewonnen, danach gab es Nullnummern in London und Rio de Janeiro.

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