Pamela Dutkiewicz gewann bei der Leichtathletik-DM in Nürnberg das Finale über 100 Meter Hürden.

Deutsche Meisterschaften in der Leichtathletik während der Corona-Pandemie? Das kann sich Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz aus Kassel nicht wirklich vorstellen.

Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz sieht eine diesjährige Austragung der deutschen Meisterschaften in der Leichtathletik kritisch. "Ich bin da etwas gespalten. Selbst wenn wir eine deutsche Meisterschaft veranstalten - da werden keine richtigen deutschen Meister bei herauskommen. Die Bedingungen sind gerade einfach nicht ganz fair", sagte die WM-Dritte von 2017 der Süddeutschen Zeitung.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hatte die nationalen Titelkämpfe (6. und 7. Juni in Braunschweig) wegen der Coronakrise auf unbestimmte Zeit verschoben. Zuletzt hatte der DLV eine Austragung im August in Betracht gezogen - notfalls vor leeren Rängen.

"So weit weg von optimalen Bedingungen"

Dutkiewicz hofft losgelöst davon auf Wettkämpfe in diesem Jahr: "Das Berliner Istaf, das im September stattfinden soll, arbeitet gerade an Konzepten." Man müsse flexibel sein, sagte die 28-Jährige aus Kassel, Wettkämpfe ohne Zuschauer kann sie sich allerdings nur schwer vorstellen: "Aber wir sind gerade so weit weg von optimalen Bedingungen - da muss man nehmen, was man kriegt und in der jeweiligen Situation vertretbar ist."