Noemi Ristau enttäuscht im Ziel

Skifahrerin Noemi Ristau ist mit großen Ambitionen zu den Paralympischen Winterspielen nach Peking gereist. Nach drei von fünf Wettbewerben hat die Marburgerin ihre Ziele nach unten korrigiert.

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Ristau und Brenzel bei den Paralympics: Nicht einfach nur ein Team

Noemi Ristau
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Die Marburgerin Noemi Ristau droht auch bei diesen Paralympischen Spielen leer auszugehen. Bei der Abfahrt, beim Super-G und bei der Super-Kombination schaffte es die 30-Jährige nicht in die Medaillenränge. Zu allem Überfluss stürzte die hessische Hoffnungsträgerin bei der Kombination auch noch, nach dem anschließenden Röntgen gab es aber immerhin gesundheitlich Entwarnung.

Starke Technik-Konkurrenz

Die psychische Komponente ist aber etwas ganz anderes. "Das musste ich an dem Tag erst einmal verarbeiten. Es ist ja klar, dass man sich ärgert", gestand die Athletin im Gespräch mit dem hr-sport. "Das Ganze sitzt auch noch tief", ergänzte Paula Brenzel, Guide der sehbehinderten Ristau.

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Noemi Ristau und Paula Brenzel im Doppellinterview

Noemi Ristau und Paula Brenzel beim Interview
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Natürlich versuche das Duo, das Geschehene zu vergessen und sich voll auf die kommenden beiden Aufgaben zu konzentrieren, aber: "Die Konkurrenz bei den blinden Damen ist in der Technik noch mal stärker als bei den Speed-Wettbewerben", so Brenzel. "Wir versuchen, hier noch positive Erfahrungen zu sammeln, um lächelnd nach Hause zu fliegen."

Das große Ziel wackelt

Heißt im Klartext: Das große Ziel, eine paralympische Medaille zu gewinnen, wackelt bedenklich. "Den Traum von den Medaillen werden wir nicht verlieren, aber wir haben uns jetzt einfach zum Ziel gesetzt, das Beste rauszuholen", formulierte die Marburgerin Ristau die Herangehensweise an die beiden letzten Wettbewerbe am Freitag (Riesenslalom) und Sonntag (Slalom). "Wenn man nicht damit rechnet, passiert es ja manchmal", ergänzte Brenzel.

Bereits vor vier Jahren hatte Ristau das ersehnte Edelmetall nicht erringen können. Im südkoreanischen Pyeonchang fuhr das Duo gleich zwei Mal auf den undankbaren vierten Platz.

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