Große Ehre für Radprofi John Degenkolb: Fünf Jahre nach seinem Sieg bei Paris-Roubaix wird eine der berühmten Kopfsteinpflaster-Passagen des wichtigsten Frühjahrsklassikers nach dem Oberurseler benannt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Pavé wird nach John Degenkolb benannt

John Degenkolb vor einem Schild, auf dem "Paris Roubaix" steht.
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Künftig wird der mit 3.700 Meter längste Pavé-Sektor Hornaing–Wandignies-Hamage den Namen Degenkolbs tragen. Der 31-Jährige aus Oberursel (Hochtaunus) ist der erste aktive Radprofi, der auf diese Weise gewürdigt wird. Zudem erhielten bisher nur Franzosen diese Auszeichnung.

"Ich bin sprachlos", sagte Degenkolb, der von einer "unglaublichen Ehre" sprach. Die offizielle Einweihung des Degenkolb-Pavés findet am 10. Februar auf dem Kopfsteinpflasterstück in der Gemeinde Erre statt.

Engagement für Nachwuchsrennen

Der Profi vom Team Lotto-Soudal wird für seine Verdienste bei und um das Rennen geehrt. 2015 hatte er die "Königin der Klassiker" als erster Deutscher nach Josef Fischer (1896) gewonnen, 2018 folgte der Triumph bei der Roubaix-Etappe der Tour de France.

Maßgeblich für die Ehrung war aber Degenkolbs Einsatz für das Roubaix-Nachwuchsrennen, das er mit einer Crowdfundig-Kampagne vor dem Aus bewahrte. Zudem engagiert er sich ehrenamtlich für die "Amis de Paris-Roubaix", die "Freunde von Paris-Roubaix", die sich unter anderem für den Erhalt des Kopfsteinpflasters einsetzen.