Andrea Petkovic freute sich über den Sieg in Rumänien.

Nach sechs langen Jahren hat Andrea Petkovic wieder ein Turnier gewonnen. Fast hätte die Darmstädterin ihre Karriere vor einiger Zeit schon beendet.

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Symbolbild: Andrea Petkovic jubelt
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Eigentlich war Andrea Petkovic ja nach Rumänien gekommen, um den Fürsten der Finsternis zu treffen - hat leider nicht geklappt. "Ich habe Graf Dracula nicht gefunden", schrieb Andrea Petkovic bei Instagram. Ganz vergebens war der Trip in die historische Region Siebenbürgen aber ganz und gar nicht: Er endete am Sonntag mit dem siebten Turniersieg ihrer Karriere. "Titel Nummer 7 - und Junge, ist das ein süßer", schrieb Petkovic.

Petkovic freut sich über ihren Erfolg

Das dazugehörige Foto in den sozialen Netzwerken zeigt Andrea Petkovic, so wie Andrea Petkovic eben ist. Im schwarzen Top, mit knallrotem Minirock und schweren schwarzen Boots präsentierte sich die 33-Jährige mit der Siegertrophäe - und streckte allen Betrachtern die Zunge raus. Seht her, schien dieses Foto vermitteln zu wollen, seht her, ich kanns noch.

Beim mit 250.000 Dollar dotierten Turnier in der zweitgrößten Stadt Rumäniens feierte Petkovic ihren ersten Turniersieg seit Februar 2015. Im Finale machte die einstige Top-Ten-Spielerin beim 6:1, 6:1 gegen Mayar Sherif aus Ägypten kurzen Prozess. "Es hat sich viel länger angefühlt als sechs Jahre", sagte Petkovic nach dem siebten Titelgewinn ihrer Karriere. "So viele Dinge sind passiert, ich war schon bereit, meine Karriere zu beenden, ich habe sie fast beendet, ich habe fünf neue Jobs angefangen." Die sie allesamt hervorragend erledigt, unter anderem den als Moderatorin der ZDF-Sportreportage.

"Bin gerade der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt"

Aber, keine Frage: Dass sie nun wieder das tut, "was ich am meisten liebe, Tennisspielen, und dann auch noch gewinne - das ist das beste Gefühl", sagte sie nach der Siegerehrung in Cluj-Napoca: "Ich bin gerade der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt." Bereits beim WTA-Turnier Anfang Juli in Hamburg hatte sie das Finale erreicht, es aber gegen die Rumänin Elena-Gabriela Ruse verloren. Seit ihrer Zweitrundenniederlage am 1. Juli in Wimbledon hat Petkovic mittlerweile mit Ausnahme des Hamburger Finales zehn von elf Spielen gewonnen.

Die Schar der Gratulanten bei Instagram war enorm. "Der Sommer ist wirklich gut zu dir", schrieb die Weltranglistenneunte Garbine Muguruza (Spanien), und auch Beachvolleyballerin Karla Borger schickte ein Herz-Emoji. Die unterlegene Finalistin Mayar Sherif, als Nummer 119 der Welt ins Turnier gestartet, hatte übrigens ebenfalls Grund zum Feiern: Die 25-Jährige, am Montag als Nummer 97 erstmals in den Top 100, ist die erste Ägypterin, die bei einem WTA-Turnier ein Finale erreichte.