John Degenkolb

Der Radklassiker Eschborn-Frankfurt konnte am 1. Mai aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt stattfinden. Ganz auf Radsport wurde aber dennoch nicht verzichtet.

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Degenkolb auf einem Rad
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Vor einem Jahr kämpften Pascal Ackermann und John Degenkolb an der Alten Oper noch Schulter an Schulter um den Prestigesieg beim hessischen Radsport-Klassiker, dieses Mal trat jeder für sich alleine in die Pedale. Das traditionell am Maifeiertag ausgetragene Rennen Eschborn-Frankfurt ist der Corona-Krise zwar zum Opfer gefallen, doch Profis und Veranstalter haben bestmöglich nach Alternativen gesucht: So fuhr Degenkolb alleine auf dem Rad Teile der berühmt-berüchtigten Strecke ab, während Ackermann auf einem Hometrainer auf seinem Balkon kräftig strampelte.

"Ich werde versuchen, so viel wie es geht von der normalen Strecke zu fahren. Das ist der Radklassiker", sagte der 31 Jahre alte Degenkolb vor dem Start am Mittag dem hr. Statt wie gewohnt mit seinen zahlreichen Rivalen stand er alleine an der Startlinie in Eschborn. Der Klassikerspezialist hat das Rennen in Hessen 2011 gewonnen und wurde im Vorjahr Zweiter hinter Ackermann. Am Freitag düste er alleine von Eschborn bis zur Alten Oper, die sonst gewohnten Zuschauermassen an der Strecke blieben diesmal natürlich aus.

Radklassiker nur verschoben

Eschborn-Frankfurt ist derzeit nur verschoben und könnte im Herbst tatsächlich nachgeholt werden, falls Radrennen bis dahin wieder möglich sind. Rennchef Claude Rach sagte: "Es gibt definitiv die Chance, die wollen wir auch ausspielen. Man weiß es nicht in der aktuellen Situation. Man muss einfach schauen, wie sich die Situation entwickelt. Für uns gilt: Nur wenn die Sicherheit garantiert werden kann, kann der Klassiker stattfinden." Sonst wäre der 1. Mai 2021 der nächste Termin.

Am Freitag waren nicht nur Degenkolb und Ackermann auf ihren Rädern aktiv, sondern auch zahlreiche Hobbysportler, die digital an einem Wettbewerb teilnehmen konnten. Statt technischer Pannen und platter Reifen sorgten bei dem einen oder anderen Sportler Probleme mit der Internetverbindung dafür, im Klassement zurückzufallen.

Immer stärkerer Regen

Vorjahressieger Ackermann ließ sich die gute Laune durch die widrigen Umstände nicht verderben. "Das Wetter ist trocken, es sind gute Voraussetzungen", scherzte er vor dem Start auf seinem Balkon. Später setzte der Regen immer stärker ein, wie in Ackermanns Webcam bestens zu sehen war.

Für die nächste reguläre Ausgabe kündigte der Profi vom Team Bora-hansgrohe bereits seine Teilnahme an. "Ich denke, grundsätzlich ist der 1. Mai immer ein passender Termin. Die Klassiker sind vorbei, die Tour de France ist noch einige Wochen weg. Der 1. Mai steht in meinem Terminkalender", sagte der 26-Jährige.

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Degenkolb auf einem Rad
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Degenkolb bekam Gesellschaft

Auf seinem ganz speziellen Weg durch den Feiertagsverkehr bekam Degenkolb auf der Traditionsstrecke sogar Gesellschaft: Jens Zemke, früher Profi und heute Sportlicher Leiter bei Bora-hansgrohe, radelte einige Kilometer mit über die Strecke. Der 53-Jährige ist insgesamt 25 Mal beim Radsport-Klassiker rund um Frankfurt angetreten.

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