Philipsen jubelt über den Sieg beim Radklassiker.

Jasper Philipsen hat den Frankfurter Radklassiker gewonnen und Lokalmatador John Degenkolb hinter sich gelassen. Das Rennen war geprägt von mehreren Ausreißversuchen, am Ende kam es aber doch zum Massensprint.

Der Sieger des Radklassikers Frankfurt-Eschborn heißt Jasper Philipsen. Der Belgier setzte sich am Sonntag nach der 187,5 Kilometer langen Rundfahrt durch den Taunus und das Frankfurter Umland im Massensprint durch und vermasselte damit den Heimsieg von John Degenkolb. Der Radprofi aus Oberursel rollte als Zweiter über die Ziellinie.

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Degenkolb war nach dem Rennen enttäuscht, hatte er doch zehn Jahre nach seinem ersten Sieg in Frankfurt auf eine Wiederholung gehofft. Der Lotto-Fahrer ließ sich im Zielbereich von seiner Mutter trösten und wollte erst nach einer kurzen Pause sprechen. "Der Druck war groß. Doch allen bewiesen zu haben, dass man es noch kann, ist aller Ehren wert. Aber die Emotionen waren direkt da, dass es in Anführungszeichen nur der zweite Platz ist", sagte Degenkolb.

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Degenkolb hatte den Sprint früh eröffnet, doch Philipsen war der endschnellste Fahrer und setzte sich am Ende souverän durch. Dritter wurde Alexander Kristoff. Für Sprintstar Pascal Ackermann, der 2019 gewonnen hatte, reichte es nur zum fünften Platz.

Ungewöhnliches Datum, typischer Rennverlauf

Die Jubiläums-Ausgabe des Radrennens war wegen der Corona-Pandemie vom Traditions-Datum 1. Mai in den September verschoben worden. An der Strecke mit der typischen Taunus-Runde änderte sich nichts.

Geprägt wurde das Rennen lange von einer fünfköpfigen Ausreißergruppe, die bei der dritten Überfahrt über den Mammolshainer Berg eingeholt wurde. Direkt dort bildete sich durch die Initiative von Michael Matthews eine Gruppe mit rund 15 Mann. Kurzzeitig sah es so aus, als würde es ausnahmsweise keinen Schlusssprint in Frankfurt geben. Doch das Feld machte auf dem Weg aus dem Taunus in die Stadt Tempo und holte die Gruppe in Frankfurt wieder ein.

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