Ein Profi-Radsporlter bei einer Fieber-Thermometer-Kontrolle

Der Frankfurter Radklassiker soll im kommenden Jahr definitiv stattfinden. Mit Blick auf den 1. Mai 2021 haben die Veranstalter nun ein angepasstes Konzept vorgestellt.

"Auch wenn die behördlichen Vorgaben für den 1. Mai noch nicht feststehen, stellen wir uns auf Änderungen ein", sagte Claude Rach, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des Radsports, unter der Woche. "Wir wollen, dass die 60. Jubiläumsausgabe von Eschborn-Frankfurt stattfindet."

Mehr als 100 Anpassungen

Das Konzept für 2021 umfasst insgesamt mehr als 100 Anpassungen. Die wichtigste betrifft das als Velotour bekannte Rennen für alle Hobbysportlerinnen und -Sportler, das künftig eine Klammer für das Elite-Rennen bilden soll: Die Amateurstrecke über 100 Kilometer wird zeitlich vor, die über 40 Kilometer nach den Profis gestartet.

Zudem sollen Startblöcke verkleinert und Startabstände vergrößert werden. Neben Elite-Wettkampf und Velotour gibt es zudem zahlreiche Nachwuchsrennen, eine Skate-Challenge und ein Handbike-Rennen. Nicht betroffen ist Stand jetzt die geplante Strecke des Profi-Rennens, die unverändert bleiben soll.

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Degenkolb auf einem Rad
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"Unabhängig von der Entwicklung der aktuellen Lage bis in den Mai ist es sehr wahrscheinlich, dass Großveranstaltungen für das Frühjahr noch mit Anpassungen planen müssen", sagte Eschborns Bürgermeister Adnan Shaikh (CDU), der die frühzeitige Planung begrüßt: "Der Radklassiker ist seit Jahrzehnten Teil der Region, und vor allem in seinem Jubiläumsjahr freuen wir uns auf den Fahrradfeiertag."

Die Organisatoren arbeiten darüber hinaus an einem Hygienekonzept, das mittlerweile bekannte wie für den 1. Mai angepasste Maßnahmen vorsieht: Tragen von Mund-Nase-Bedeckung, Abstandsgebot, Einrichten von Hygienestationen, begrenzter Zugang zu Zuschauerbereichen, limitiertes Rahmenprogramm ohne Angebote zum Verweilen.

"Wir blicken optimistisch in das nächste Jahr"

"Wir blicken optimistisch in das nächste Jahr und freuen uns, unser traditionelles Radrennen in seiner 60. Auflage in der Sportstadt Frankfurt und in der Rhein-Main-Region feiern zu können", sagte Sportdezernent Markus Frank (CDU).

Eschborn-Frankfurt zählt wie die Cyclassics Hamburg zu den sogenannten WorldTour-Rennen und damit zu den wichtigsten Veranstaltungen im Kalender des Radsport-Weltverbandes UCI. In der jahrzehntelangen Historie des Radklassikers, der 1962 erstmals ausgetragen wurde, war die coronabedingte Absage in diesem Jahr bereits die zweite in der Geschichte der Veranstaltung. 2015 konnte das Rennen wegen Terrorgefahr nicht stattfinden.