John Degenkolb

John Degenkolb geht wieder auf die Rennstrecke. Der Radprofi aus Oberursel startet bei der Flandern-Rundfahrt am Sonntag durchaus mit Ambitionen.

Die große Tour-Enttäuschung hat John Degenkolb längst abgeschüttelt, die Form ist zurück - und der Traum vom Überraschungscoup lebt. Der Radprofi aus Oberursel setzt bei der 104. Ausgabe der Flandern-Rundfahrt am Sonntag auf seine Außenseiterchance.

"Ich bin alles andere als ein Top-Favorit. Die Rolle passt mir aber ganz gut", sagte Degenkolb. "Ich kann ohne Beobachtung versuchen, so lange wie es geht dabei zu sein und am Ende doch irgendwie in einer kleineren Gruppe aufzutauchen. Es ist schon eine Chance für mich, gerade mit meiner jetzigen Form."

Etappensieg drei Wochen nach dem Sturz

Degenkolb war bei der Tour de France zum Auftakt in Nizza gestürzt und hatte das Rennen nach der ersten Etappe aufgeben müssen. Ein "richtiger Tiefschlag" sei das gewesen, sagte der Profi vom Team Lotto-Soudal. Der Klassiker-Jäger kämpfte sich zurück, drei Wochen nach seinem Sturz gewann er eine Etappe bei der Luxemburg-Rundfahrt, zuletzt überzeugte er bei Eintagesrennen in Belgien.

"Ich bin aufgestanden und habe versucht, weiterzukämpfen. Es ist mir, glaube ich, ganz gut gelungen", sagte Degenkolb: "Die letzten Rennen lassen hoffen auf das, was noch kommt. Flandern ist für jeden Rennfahrer ein ganz besonderes Rennen."

Auch Schachmann, Politt und Greipel dabei

Die Konkurrenz ist entsprechend namhaft. Neben Frankreichs Weltmeister Julian Alaphilippe zählen der Belgier Wout Van Aert und Mathieu van der Poel aus den Niederlanden zu den Sieganwärtern. Neben Degenkolb stehen in Maximilian Schachmann, Nils Politt und Andre Greipel weitere starke deutsche Fahrer am Start.

Videobeitrag

Video

zum Video Radprofi John Degenkolb im ARD-Interview

John Degenkolb
Ende des Videobeitrags