Martin Schindler in der Partie gegen Martin Lukeman

Martin Schindler trotzt im Ally Pally nicht nur Gegner Martin Lukeman, sondern auch dem Publikum. Nach Weihnachten geht es für ihn bei der Darts-WM in London mit dem Duell gegen einen großen Favoriten weiter.

Darts-Profi Martin Schindler war bei seinem Erfolg über Martin Lukeman am Freitagabend von der Stimmung im Londoner Ally Pally überrascht. Denn der zuvor bei der WM sieglose Deutsche hatte beim größten Darts-Turnier der Welt nicht nur mit seiner sportlichen Flaute zu kämpfen, sondern auch mit dem Publikum.

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Schindler triumphiert im Ally Pally

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"Man kann nicht erwarten, dass die Fans hier für uns sind. Ich bin den Fans überhaupt nicht böse. Ich musste stark genug sein, um da drüberzustehen. Mit den Pfiffen habe ich gar nicht so gerechnet", sagte der 26-Jährige im Anschluss an seinen 3:1-Sieg gegen Lokalmatador Lukeman bei Sport1. "Es war nicht einfach. Ich bin echt happy, dass es so ausgegangen ist."

"Big Fish" als i-Tüpfelchen

Anders als in den Jahren 2018, 2019 und 2022 behauptete sich Schindler in einer schwierigen sportlichen Situation. Mit dem seltenen "Big Fish", bei dem ein Spieler noch verbleibende 170 Punkte mit drei Pfeilen auf null stellt, sorgte er zudem für eine Premiere bei diesem Turnier. "Das kann ich sowieso nicht vergessen. Das ist das erste Mal bei der WM, dass ich eine Runde weiter bin. Dass die 170 noch dazu geklappt hat, ist das i-Tüpfelchen. Das ist schon genial", sagte Schindler.

Über Weihnachten wird der 26-Jährige nach Hause fahren, ehe er es am Mittwoch mit Vorjahresfinalist Michael Smith zu tun bekommt - also erneut ein britischer Gegner im Ally Pally. Diesmal wird der zweitbeste Deutsche nach Gabriel Clemens als klarer Außenseiter starten.