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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lewis Hamilton ist zum sechsten Mal Weltmeister - Vettel scheidet frühzeitig aus

Sebastian Vettel in Texas

Die Seuchen-Saison von Sebastian Vettel setzt sich auch in den USA fort. Zudem erhebt Verstappen Betrugsvorwürfe gegen Ferrari.

Als Lewis Hamilton nach dem Großen Preis der USA seinen sechsten Weltmeistertitel ausgiebig feierte, war Sebastian Vettel einmal mehr nur Zuschauer. Der Ferrari-Pilot zeigte sich dennoch als fairer Verlierer, gratulierte Hamilton artig und diktierte auch den Journalisten lobende Worte: "Jetzt ist der Zeitpunkt, so viele gute Sachen zu schreiben, wie ihr könnt. Wenn jemand sechsmal den Titel gewinnt, dann verdient er das", sagte der Heppenheimer, der wegen eines Defekts nicht ins Ziel gekommen war.

"Freue mich für ihn, aber nicht für uns"

Der Frust über die verkorkste Ferrari-Saison sitzt allerdings tief: "Ich freue mich sehr für ihn, aber nicht für uns, weil wir so weit hinterher waren", schob Vettel in Richtung Hamilton hinterher. In der WM-Wertung ist der 32-Jährige zwei Rennen vor Schluss auf Rang fünf zurückgefallen.

Auch im fünften Jahr war er mit der Scuderia völlig chancenlos gegen Hamilton und Texas-Sieger Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil. Ferrari verschlief die erste Hälfte der Saison komplett, und war erst da, als Mercedes sich schon einen gehörigen Vorsprung erarbeitet hatte. Nächstes Jahr soll sich das ändern. Aber es scheint schwer vorstellbar, dass die fehleranfälligen Italiener dauerhaft gegen das perfekt funktionierende System Mercedes bestehen können.

Betrugsvorwürfe von Verstappen

Zudem mussten sich Vettel und sein Team auch noch Betrugsvorwürfe der Konkurrenz anhören. Red-Bull-Fahrer Max Verstappen hatte sie in einem Interview des niederländischen TV-Senders Ziggo nach dem Rennen attackiert und gesagt: "Das bekommst du, wenn du aufhören musst zu schummeln."

Damit spielte der 22-Jährige auf Spekulationen an, dass Ferrari beim Einspritzen des Benzins in den Motor einen Trick verwendet und eine Lücke in den Regeln ausnutzt. "Ich habe diese Kommentare gehört. Sie sind sehr enttäuschend", sagte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto.