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Klimakrise macht Vettel Sorgen

Formel-1-Pilot Sebastian Vettel sorgt sich um die Zukunft seiner Kinder. Die Klimakrise macht dem Heppenheimer zu schaffen. Dem Rennen in Russland will der Südhesse nach dem Angriff auf die Urkaine fern bleiben.

Vor dem Hintergrund der Klimakrise sorgt sich Formel-1-Pilot Sebastian Vettel um die Zukunft seiner Kinder. "Je mehr man über das Thema lernt und verstehen lernt, desto schlechter gehts einem", räumte der viermalige Weltmeister in "1,5 Grad - der Klima-Podcast mit Luisa Neubauer" ein, der bereits am Montag veröffentlicht wurde.

Er habe "in gewisser Weise auch Angst", dass seine Kinder die Freiheiten und die Unbekümmertheit "später nicht mehr erleben können oder dürfen", die er gehabt habe. "Es wird ja nicht besser, es wird immer schlimmer. Deswegen ist es umso notwendiger und dringlicher, dass wir unbedingt etwas tun müssen", betonte der Aston-Martin-Pilot. "Ich bin sehr besorgt."

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Vettel will nicht nach Russland

Sebastian Vettel will nach dem russischen Angriff auf die Ukraine nicht beim geplanten Rennen in Sotschi (25. September) starten. Er sei "schockiert" über den "furchtbaren" Einmarsch in der Ukraine, sagte der Heppenheimer bei einer Pressekonferenz am Donnerstag bei den Testfahrten in Barcelona: "Ich sollte nicht gehen, ich werde nicht gehen." Derweil hat die Formel noch keine Entscheidung über das Rennen in Sotschi getroffen. "Die Formel 1 beobachtet die sehr unklaren Entwicklungen und hat zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Kommentar", hieß es in einer Mitteilung. 

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Den Rennkalender anpassen

Der Heppenheimer weiß, dass sein Sport für beträchtliche CO2-Emissionen sorgt. "Wenn ich darauf aufmerksam mache, kann ich sehr viele Leute erreichen. Vor allem kann ich den Sport in die Pflicht nehmen, dass mehr getan wird", sagte der 34-Jährige. "Ich kann meine Position als Fahrer und meine Stimme nutzen, um auf gewisse Dinge hinzuweisen." Vettel setzt sich unter anderem dafür ein, den Rennkalender mit den vielen Reisen besser zu gestalten und die emissionsreichen Militärparaden mit Flugzeugen abzuschaffen.

Die Herangehensweise in der Formel 1 sei "aus sehr vielen politischen Gründen sehr träge und zäh, ähnlich wie im echten Leben sozusagen", meinte Vettel, der am Mittwoch bei den ersten Tests in Barcelona mit den komplett überholten Autos Vierter wurde. Die Premieren-Bestzeit in der Vormittagseinheit sicherte sich Charles Leclerc im Ferrari.