An einem desaströsen Brasilien-Wochenende sind Lewis Hamilton die WM-Chancen im Kampf gegen Max Verstappen weiter entglitten. Nach einer Motorenstrafe startet der Engländer als Zehnter ins Rennen – hinter dem Heppenheimer Sebastian Vettel.

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Audioseite Rückschlag für Hamilton im WM-Kampf

Sebastian Vettel vor Lewis Hamilton und Daniel Ricciardo auf der Strecke in Brasilien
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Mercedes-Pilot Valtteri Bottas hat den dritten und letzten Sprint der Formel-1-Saison gewonnen. Der Finne verwies nach 24 Runden auf dem Kurs von Interlagos WM-Spitzenreiter Max Verstappen (Niederlande/Red Bull) und den spanischen Ferrari-Piloten Carlos Sainz auf die Plätze und sicherte sich die beste Ausgangsposition für das viertletzte Saisonrennen am Sonntag (18 Uhr).

Verstappen mit Rang zwei zufrieden

"Der Start war entscheidend. Wir haben gezockt mit den weichen Reifen", sagte Bottas nach der 20. Pole Position seiner Formel-1-Karriere und der vierten der Saison. Verstappen resümierte: "Vorbeikommen war heute nicht drin, ich versuche es morgen wieder."

Verstappen, der von ganz vorne gestartet war, ging kein unnötiges Risiko ein und kann mit Rang zwei gut leben. Der 24-Jährige sammelte weitere zwei WM-Punkte, damit liegt er in der Fahrerwertung nunmehr 21 Zähler vor seinem Verfolger Lewis Hamilton.

Mercedes verzichtet auf Protest

Der Rekordweltmeister erreichte als Fünfter das Ziel, nachdem er gut zwei Stunden vor Beginn des Sprints als Qualifying-Sieger vom Freitag disqualifiziert worden war und dem Feld hinterherjagen musste. Wegen einer Motorenstrafe verliert Hamilton beim Grand Prix am Sonntag nochmals fünf Startplätze, damit geht er von Rang zehn in den 19. Saisonlauf.

Die Rennkommissare stuften seinen im Qualifying eingesetzten Mercedes als nicht regelkonform ein, bei Nutzung des Drag Reduction System (DRS) öffnete sich der verstellbare Heckflügel zu weit, Hamilton erzielte so wohl Geschwindigkeitsvorteile auf der Gerade. Mercedes verzichtete auf einen Protest, dieser "hätte alle Resultate des Wochenendes aufs Spiel gesetzt", teilte ein Sprecher mit.

Vettel rückt einen Platz nach vorne

Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim/Aston Martin) beendete den Sprint auf Rang zehn und darf sich über Startplatz neun freuen. Mick Schumacher kam im Haas als 19. ins Ziel.

Gegen Verstappen hatten die Stewards ebenfalls ermittelt, sie beließen es aber bei einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro. Verstappen hatte unmittelbar nach dem Qualifying am Freitag den Heckflügel an seinem Red Bull begutachtet und diesen auch berührt, dies wiederholte er anschließend an Hamiltons Mercedes. Damit verstieß Verstappen gegen die Parc-ferme-Regeln.

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