Sebastian Vettel und Toto Wolff nach dem Grand Prix von Monaco 2019

Mercedes-Teamchef Toto Wolff schließt Vertragsverhandlungen mit Sebastian Vettel erst einmal aus und will seinen eigenen Piloten den Vortritt lassen. Für den Heppenheimer lässt er trotzdem eine Hintertür offen.

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Sebastian Vettel von Ferrari
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Teamchef Toto Wolff hat Vertragsverhandlungen mit dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel beim Formel-1-Team Mercedes vorerst ausgeschlossen. "Wir stehen loyal zu unseren jetzigen Fahrern und wollen nicht in Verhandlungen treten zu einem Zeitpunkt, in dem die Saison noch nicht mal losgegangen ist", sagte Wolff im Interview der Fernsehsender RTL und ntv: "Erst dann wird man über den Tellerrand schauen und bewerten, was gibt es noch für Möglichkeiten."

Verträge von Hamilton und Bottas laufen aus

Der 32 Jahre alte Vettel wird die Scuderia Ende 2020 nach sechs Jahren verlassen. Seine Zukunft ist noch offen. "Aus deutscher Sicht wäre das eine tolle Sache, aber wir müssen unserer Linie treu bleiben und Loyalität ist etwas, das wichtig ist und einen Teil unserer Werte darstellt", sagte der Österreicher Wolff über einen möglichen Wechsel zu den Silberpfeilen im kommenden Jahr.

Bei Mercedes laufen auch die Verträge von Weltmeister Lewis Hamilton (35) und Vize Valtteri Bottas (30) aus. Zunächst solle mit beiden Piloten gesprochen werden.

Verwunderung über die Konkurrenz

Der 48 Jahre alte Wolff zeigte sich außerdem verwundert darüber, dass Rennställe wie Ferrari oder McLaren sich während der Corona-Pause schon so früh auf die Fahrer für die kommende Saison festgelegt haben. Er nannte diesen Schritt "einigermaßen überraschend, weil es dir ein ganzes Jahr lang Kopfschmerzen bereiten wird".

Den Heppenheimer Vettel würdigte er hingegen erneut: "Ich kenne ihn als Mensch und da ist er sehr gradlinig und vertritt ähnliche Werte, wie auch ich sie habe. Als Sportler ist er ein vierfacher Weltmeister, da muss man über Leistung nicht mehr diskutieren."