Sebastian Vettel

Nach schwierigen Jahren bei Ferrari will Sebastian Vettel im Aston Martin wieder voll angreifen. Vor allem die neu eingeführte Budgetgrenze macht dem Heppenheimer Hoffnung, dass es "was zu holen" gibt.

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Eine Geheimwaffe an seinem Aston Martin wie 007 kann sich Sebastian Vettel scherzhaft auch vorstellen. "Das Bond-Girl", sagte der viermalige Weltmeister lachend in einem Interview im Sonderheft der "Sport Bild" zur kommenden Saison in der Formel 1 auf eine entsprechende Frage. Nach sechs Jahren bei Ferrari wird der 33-Jährige aus Heppenheim für die britische Marke antreten, die auch durch die James-Bond-Filme Berühmtheit erlangte.

Dabei wird er aber, Spaß beiseite, erst einmal ohne Geheimwaffe auskommen müssen. Mehr noch: Vettel selbst soll die Geheimwaffe sein. Ein ebenso prominenter wie erfahrener Pilot als Fixpunkt des neuen Formel-1-Teams der britischen Edel-Marke. Und Vettel ist guter Dinge. "Es sind alle Feuer und Flamme. Alle sind stolz, von Beginn an Teil davon zu sein."

"Es gibt für uns mittel- und längerfristig was zu holen"

Bliebe die Frage, was sportlich geht. Bei den Testfahrten gab es technische Probleme, es lief durchwachsen. Nichtsdestotrotz will sich Vettel nach bitteren Jahren bei Ferrari und einer desaströsen letzten Saison vor allem selbst noch einiges beweisen. "Letztes Jahr war ich oft nicht mit mir zufrieden. Das große Ziel ist dieses Jahr, diese Zufriedenheit wieder zu spüren und wieder näher dran zu sein. Dann fällt vieles von alleine an den richtigen Platz."

Die Ansprüche der James-Bond-Marke passen dazu: Aston Martin will schon bald um den Titel kämpfen. Auch Vettel sagt: "Es gibt für uns mittel- und längerfristig was zu holen." Vor allem der ab diesem Jahr eingeführte Budgetdeckel eröffnet tatsächlich Möglichkeiten für den Rennstall, der erstmals seit über 60 Jahren wieder in der Formel 1 an den Start geht.

"Möglich, mit den großen Teams gleichzuziehen"

Auch für Vettel ein ausschlaggebender Punkt. Interessant sei es einerseits gewesen, "zu einem Team zu stoßen, dass noch ganz am Anfang steht", so Vettel. Vor allem aber auch "ganz klar damit gepaart, dass sich die Regeln ändern, dass ab diesem Jahr die Budgetgrenze eingeführt wird und man die Möglichkeit hat, mit den großen Teams gleichzuziehen und die Lücke zu schließen".

Den Teams stehen in der neuen Saison jeweils maximal 145 Millionen Euro zur Verfügung. In den Folgejahren soll das Budget sukzessive weiter gesenkt werden. Vor allem die drei großen Teams der Formel 1 (Mercedes, Ferrari, Red Bull) müssen sich anstrengen, um das finanzielle Limit nicht zu überschreiten.

Der Spannung in der neuen Saison wird das sicherlich zugute kommen. Gut möglich also, dass Vettel das ein oder andere Mal auf dem Treppchen zu sehen sein wird. Und das ganz ohne Bond-Girl.