Siebenkämpferin Caroline Schäfer reckt die Siegerfaust

Siebenkämpferin Carolin Schäfer blickt mit gemischten Gefühlen auf die Olympischen Spiele, die in 100 Tagen in Tokio starten sollen. Die Vorbereitung war nicht einfach, und auch bei den Spielen wird ihr etwas fehlen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bei Siebenkämpferin Caroline Schäfer überwiegt die Vorfreude.

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Carolin Schäfer hat für den Traum von ihren zweiten Olympischen Spielen auf Vieles verzichtet. "Ich lebe seit einem Jahr so wie in einer Blase. Ich habe mein Umfeld auf ein Minimum reduziert", sagt die Siebenkämpfern aus Bad Wildungen. Nicht nur privat muss sich Schäfer im sozialen Verzicht üben, auch bei Olympia wird das Miteinander der Sportler fehlen. "Mit dem ideellen Wert der Spiele werden die in Tokio nicht viel zu tun haben", befürchtet die 29-Jährige. 

Trotz der Einschränkungen überwiegt die Vorfreude: "Wir haben uns vier Jahre darauf vorbereitet und natürlich sind wir heiß." Im Hinblick auf die Hygiene-Maßnahmen vor Ort vertraut Schäfer dem Konzept des Internationalen Olympischen Komitees. Die beinhalten unter anderem ein Kontakt-Tagebuch für Sportler, das schon 14 Tage vor der Anreise geführt werden soll. Außerdem sieht der Plan vor, dass Athleten 5 Tage vor ihrem Wettkampf an-, und 48 Stunden nach ihm wieder abreisen. 

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Angst vor einer eigenen Infektion hat Schäfer kaum. Dank ihrer Anstellung bei der Polizei hat sie die Erstimpfung erhalten. "Das war für mich ein Gefühl wie Geburtstag und Weihnachten zusammen. Ich hatte das Gefühl, dass ich Gold gespritzt bekomme. Ich bin unheimlich dankbar, das war eine unglaubliche Erleichterung."

 "Decke fällt uns auf den Kopf" 

Die Impfung kam zur rechten Zeit, denn das Training unter Corona-Maßnahmen drückte die Stimmung. "Uns fällt die Decke auf den Kopf. Es fehlt die Leichtigkeit und die Unbeschwertheit geht verloren", beschreibt die bereits für Olympia qualifizierte Schäfer die Vorbereitung. 

Es sei aber wichtig, aus der Situation das Positive mitzunehmen. Das könnte laut Schäfer auch ein Erfolgskriterium bei den Spielen werden: "Wer jetzt mental am besten mit der Situation klarkommt, hat auch im Sommer die besten Chancen." Sollte Schäfer das schaffen, ist ein Top-Ergebnis in Tokio drin. "Eine Olympia-Medaille fehlt mir noch in meinem Portfolio", meint Schäfer.