Stephan Leyhe beim Skifliegen in Planica

Im Saisonfinale fliegt Skispringer Stephan Leyhe nur hinterher. Mit seiner Rückkehr in den Weltcup kann der Willinger trotzdem sehr zufrieden sein.

Beim letzten Weltcup-Wochenende einer langen Skisprung-Saison spielte Stephan Leyhe nur noch eine Nebenrolle. Während Karl Geiger beim Skifliegen in Planica vergeblich um den Weltcup-Gesamtsieg kämpfte und Severin Freund sein Karriereende verkündete, hatte der Willinger mit sich selbst zu kämpfen: verpasste Qualifikation am Freitag, kein Platz im Mannschaftsspringen am Samstag und Rang 27 am Sonntag, als die Top 30 der Saison einen letzten Wettkampf austrugen.

Keine Nominierung bei der Skiflug-WM

"Zum Schluss ist es leider nicht mehr so gelungen, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher am ARD-Mikrofon mit Blick auf die gesamte deutsche Mannschaft - doch auf Stephan Leyhe traf seine Analyse besonders zu.

Denn bereits bei der Skiflug-WM vor zwei Wochen war der 30-Jährige seiner Form so weit hinterhergesprungen, dass er weder für das Einzel- noch für das Teamfliegen nominiert wurde.

Dass Leyhe am Ende einer langen Saison die Luft ausgeht, ist dabei nur allzu verständlich: Nach einem Kreuzbandriss, den er sich im März 2020 zugezogen hatte, verpasste er die gesamte Winter-Saison 2020/2021 und kämpfte sich mühsam wieder heran.

Olympia-Medaille als Höhepunkt

Umso bemerkenswerter war seine Rückkehr in den Weltcup Ende 2021, bei der er sich auf Anhieb wieder einige Top-Ten-Plätze ersprang. Hinzu kam ein respektabler elfter Platz in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee.

Bei den Olympischen Spielen in Peking schaffte es Leyhe in das deutsche Team, das auf der Großschanze Bronze gewann - der Höhepunkt seines Winters. "Wir können schon zufrieden aus der Saison rausgehen", so Horngacher. Und auch das dürfte erneut besonders auf Stephan Leyhe zutreffen.