Stephan Leyhe in Zakopane

Zweiter nach dem ersten Durchgang, Vierter nach dem zweiten: Der Willinger Stephan Leyhe verpasst beim Skispringen in Zakopane trotz bester Ausgangslage ein Platz auf dem Podest. Bester Deutscher ist er trotzdem.

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Leyhe springt auf Platz vier
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Skispringer Stephan Leyhe hat beim Weltcup im polnischen Zakopane die zweite Podestplatzierung seiner Karriere erneut hauchdünn verpasst und damit ein starkes Wochenende der DSV-Adler nicht krönen können. 24 Stunden nach dem Sieg mit dem deutschen Team im Mannschaftsspringen musste sich der 29 Jahre alte Willinger vor 40.000 Fans an der Wielka-Krokiew-Schanze beim umjubelten Heimsieg von Kamil Stoch mit Platz vier begnügen.

Leyhe schwächelt im zweiten Durchgang

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Leyhe Interview
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Der Gesamtweltcup-Führende Karl Geiger verteidigte mit Platz fünf sein Gelbes Trikot erfolgreich, verlor aber etwas an Boden an den in Zakopane zweitplatzierten Österreicher Stefan Kraft.  Leyhe, schon in der Vorwoche in Titisee-Neustadt Vierter, lag nach Sprüngen auf 139,0 und 134,0 m (286,5 Punkte) umgerechnet nicht einmal einen Meter hinter dem drittplatzierten Vierschanzentournee-Sieger Dawid Kubacki (Polen/287,8).

Kubacki hatte nach dem ersten Durchgang noch vor Leyhe geführt, beide zeigten aber einen schwächeren zweiten Sprung. Damit konnte Stoch (295,7) noch nach Platz drei aus dem ersten Durchgang vor Kraft (290,6) seinen 35. Weltcupsieg feiern.

Freitag weiter außer Form

Youngster Constantin Schmid bestätigte als Elfter seine starke Form. Dreifach-Weltmeister Markus Eisenbichler, der zuletzt wegen einer Handverletzung alle Einzelspringen seit der Tournee verpasst hatte, meldete sich mit Platz zwölf zurück. Pius Paschke kam auf Rang 14. 

Team-Weltmeister Richard Freitag, der nach dem Qualifikations-Scheitern beim Tourneespringen in Oberstdorf wegen Formschwäche aus dem Team genommen worden war, erlitt beim Comeback einen schmerzlichen Rückschlag und verpasste als 48. den zweiten Durchgang deutlich.