Stephan Leyhe nach seinem Sturz in Trondheim

Mit dem allerletzten Sprung in der so erfolgreichen Saison reißt sich Stephan Leyhe das Kreuzband. Der Skispringer blickt aber schon wieder nach vorn.

Seine Zuversicht und sein Lächeln hat Stephan Leyhe trotz allem nicht verloren. "Mir geht es sehr gut, ich habe keine Schmerzen und die Operation ist auch sehr gut verlaufen", postete er am Freitagabend auf seinen Social-Media-Kanälen. Mit dabei ein Bild im Krankenhaus in OP-Kleidung, breites Grinsen, Daumen nach oben.

"Ich spürte bei der Landung einen Stich"

Für den Skispringer aus Willingen war es das jähe Ende einer großartigen Saison. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatte sich der 28-Jährige immer besser zurechtgefunden. Seine starken Leistungen gipfelten im ersten Weltcup-Sieg, den er im Februar in seiner Heimatstadt feiern durfte.

Umso tragischer, dass die bislang beste Saison seines Lebens im Trondheimer Aufsprunghang endete. In der Qualifikation zum Weltcup stürzte Leyhe, blieb liegen und musste abtransportiert werden. "Ich spürte bei der Landung einen Stich im linken Knie und stürzte daraufhin", beschrieb er im Anschluss.

Ziel: die Heim-WM 2021

Die Diagnose: Kreuzbandriss, mehrere Monate Pause. Besonders bitter ist Leyhes Sturz, weil er in einer Qualifikation für einen Wettbewerb passierte, der wegen der Coronavirus-Pandemie einen Tag später nicht mehr stattfinden konnte. Denn die Skisprung-Saison ist inzwischen abgebrochen worden.

Leyhe ist derweil noch für einige Tage in der Klinik, sein Reha-Programm soll demnächst beginnen. "Ich blicke auf eine erfolgreiche Saison zurück. Gleichzeitig aber auch nach vorn", sagt der Skispringer kämpferisch. Ein großes Ziel dürfte ihn dabei besonders motivieren: die Heim-WM 2021 in Oberstdorf. Spätestens dann will Leyhe nicht mehr nur aus dem OP-Bett und dem Reha-Training, sondern auch wieder von Skisprung-Podesten lächeln.