Stephan Leyhe Lillehammer

Trotz seines im letzten Sprung erlittenen Kreuzbandrisses hat Skispringer Stephan Leyhe aus Willingen ein positives Fazit seiner bislang stärksten Saison gezogen.

"Das war schon richtig toll. Es hat zwar holprig angefangen. Aber vor allem nach der Tournee bin ich in einen Rhythmus reingekommen – da wurde es Woche für Woche immer besser", sagte Leyhe dem Münchner Merkur.

Der Willinger gibt zu, dass die Umstellung zum neuen Bundestrainer Stefan Horngacher Zeit gebraucht habe. "Das ist ja oft so bei neuen Cheftrainern. Wir kannten den Steff zwar noch alle, aber wir hatten auch drei Jahre nicht mehr mit ihm trainiert", sagte Leyhe. Der Österreicher Horngacher war vor der Saison auf den zurückgetretenen Werner Schuster gefolgt. Vor seiner Zeit als polnischer Nationaltrainer war Horngacher Schusters Co-Trainer beim Deutschen Skiverband (DSV).

"Wir haben uns stark entwickelt"

"Insgesamt hat es gedauert, bis wir verstanden haben, was der Steff meint. Dann haben wir uns aber auch stark entwickelt", sagte Leyhe. Der 28-Jährige hatte im Februar auf seiner Heimschanze in Willingen sein erstes Weltcupspringen gewonnen. Im Gesamtweltcup belegte er den sechsten Platz.

Eine Prognose für die kommende Saison will Leyhe nach seiner schweren Verletzung nicht abgeben. "Bei mir sind ja das vordere Kreuzband und die beiden Menisken kaputt gewesen. Da musst du davon ausgehen, dass es wenigstens neun Monate dauert. Aber ich setze mir bewusst kein konkretes Ziel", sagte Leyhe.