Banner: Hessens Sportler des Jahres

Wer sind Hessens Sportler des Jahres? Die Entscheidung dazu gibt es am Mittwoch, wenn das Voting der Nutzer von hessenschau.de und die Abstimmung der Experten zusammengerechnet worden ist.

Gemeinsam mit dem Landessportbundes Hessen (LSB) hat der Hessischen Rundfunk in diesem Jahr die Wahl der Sportler des Jahres durchgeführt. Hier konnten Nutzer über ihre Favoriten in den Kategorien abstimmen. Das Voting wird nun mit einer extra Wahl durch Experten zusammengeführt. Am Mittwoch erfahren Sie im HR dann die Gewinnerinnen und Gewinner. Anbei noch einmal die Sportlerinnen und Sportler, die zur Wahl standen.

1. Sportlerin des Jahres

Kim Kalicki

Kim Kalicki

Die Bobpilotin von der TuS Eintracht Wiesbaden wurde zunächst im Februar Junioren-Weltmeisterin im Zweierbob in Winterberg mit Kira Lipperheide, und obendrauf gab es für die 23 Jahre alte Polizeikommissarin sogar noch im März WM-Silber in Altenberg. Ihr Ziel für die Zukunft: näher ran kommen an die Goldmedaillen-Gewinnerinnen aus den USA.

Sophia Kleinherne

Sophia Kleinherne

Die Profi-Fußballerin von Eintracht Frankfurt (bis zum Sommer noch 1. FFC Frankfurt) spielte einmal mehr ein absolut überzeugendes Fußball-Jahr 2020 - und absolvierte ganz nebenbei noch ihr Abitur. Nachdem sie im November 2019 ihr DFB-Debüt gab, will sich die 20-Jährige nun fest in der Nationalmannschaft etablieren und peilt die Teilnahme an der EM 2022 an.

Melat Yisak Kejata

Melat Kejata

Für die Langstreckenläuferin vom Laufteam Kassel war 2020 ein Jahr der Überraschungen. Erst gewann die 28-Jährige im September in Frankfurt den Half Marathon Invitational mit einer Zeit von 1:09:04 Stunden und qualifizierte sich damit für die WM, dann stürmte sie bei ihrem ersten Start im Nationaltrikot sensationell bei der WM im Gdynia (Polen) auf den Silber-Rang mit einer Zeit von 1:05:18 - gleichzeitig neuer Europa-Rekord.

2. Sportler des Jahres

Miguel Heidemann

Miguel Heidemann

Für den 22 Jahre alten Radsportler war 2020 ein enorm erfolgreiches Jahr. Der Wirtschaftsingenieur-Student wurde erst Europameister in der Mixed-Staffel bei den Straßen-Europameisterschaften in Frankreich, erreichte dann Rang 11 im Einzelzeitfahren und verteidigte hinterher bei den Deutschen Meisterschaften seinen Vorjahrestitel im U23-Einzelzeitfahren. Sein Plan für die Zukunft: die Teilnahme am Arctic Race of Norway.

Marc Reuther

Marc Reuther aus Frankfurt

Der 800-Meter-Spezialist verteidigte seinen Deutschen Meistertitel in Braunschweig und lief im Februar beim Hallenmeeting in Erfurt mit 1:45,39 Minuten persönliche Hallenbestleistung - die zweitschnellste Zeit der ewigen deutschen Bestenliste. Beim Diamond-League-Meeting in Monaco schaffte er sogar noch seine persönliche Bestzeit mit 1:44,93. Sein Ziel für die Zukunft: in der Weltspitze etablieren und ein olympisches Finale erreichen.

Stephan Leyhe

Stephan Leyhe

Der Skispringer vom SC Willingen schaffte im Jahr 2020 den großen Heimcoup, als er sowohl sein erstes Einzelspringen im Weltcup sowie die Gesamtwertung Willingen Five gewann. Dabei beließ es der 28-Jährige jedoch nicht, ihm gelangen noch zwei weitere Weltcup-Siege in Zakopane und Lahti. Insgesamt wurde der gebürtige Schwalefelder so Sechster im Gesamt-Weltcup.

3. Sportler*in mit Behinderung des Jahres

Jochen Wollmert

Jochen Wollmert

Für den Tischtennis-Spieler war das Corona-Jahr 2020 ein schwieriges Jahr. Alle Wettbewerbe fielen aus. Der 56-Jährige machte aber das Beste daraus und verbrachte viel Zeit mit der Familie. Die Lust auf seinen Sport hat Wollmert nicht verloren. Olympia 2021 in Tokio soll der krönende Abschluss seiner Karriere werden. Dort soll - entweder im Team oder im Einzel - eine Medaille her.

Natascha Hiltrop

Sportschützin Natascha Hiltrop

Auch für die Sportschützin war 2020 wegen der Corona-Pandemie ein verlorenes Jahr. Alle Wettbewerbe - wie die Paralympics - fielen ins Wasser. Die 28-Jährige hat sich nach den Absagen daher eine kleine Pause gegönnt, Energie getankt und ein neues Hobby entdeckt: die Zucht von Bonsai-Bäumen. Nun geht der Blick aber wieder nach vorne: nach Tokio. Dort soll 2021 ein Platz unter den Top acht her.

Michael Dennis

Michael Feistle bei der Goalball-EM

Goalballer Michael Dennis, für viele noch als Michael Feistle bekannt, hatte 2020 vor allem ein privates Highlight: die Hochzeit mit seiner Frau Amanda, einer Goalballerin aus dem Team USA. Ansonsten lief 2020 - Corona sei Dank - beim 28-Jährigen sportlich nichts. Die Verschiebung der Spiele in Tokio machte ihm aber wenig zu schaffen ("Ich bin ja noch jung"), die Freude auf das nächste Jahr ist groß: 2021 soll die Goldmedaille her. "Wir wollen in der Mitte stehen und singen", so Dennis.

4. Newcomer des Jahres

Oliver Koletzko

Oliver Koletzko

Gerade einmal 17 Jahre alt und schon ein richtiger Durchstarter. Die Erfolgsliste des Weitspringers vom Wiesbadener LV im Jahr 2020: Deutscher Jugendhallenmeister, Führender in der Jahresbestenliste, Deutscher U18-Meister. Obwohl die Siegerehrung beim Deutschen Meistertitel für ihn schon ein absolutes Highlight war, hat der Michael-Jordan-Fan noch ein besonderes Ziel: die Olympia-Teilnahme.

Malte Schwenzfeier

Malte Schwenzfeier

Vom American Football zum Bobsport: Diesen kuriosen Weg hat Malte Schwenzfeier hinter sich. Und: Der 25-Jährige ist dabei äußerst erfolgreich. 2020 wurde er Junioren-Weltmeister im Zweierbob mit Pilot Richard Oelsner in Winterberg und erreichte im Anschluss bei der WM in Altenburg einen guten fünften Platz. Das Ziel des Mannes von der Tus Eintracht Wiesbaden, der als Vorbild Lindsey Vonn nennt: die Teilnahme an Olympia 2022 in Peking.

Valentina Pistner

Valentina Pistner

Die 17-Jährige vom Kinzigheimer Hof in Bruchköbel wurde 2020 in Ungarn Nachwuchs-Europameisterin in der Kür mit ihrem Wallach "Flamboyant OLD". Zudem gewann die Dressurreiterin bei der gleichen EM auch Gold mit der Mannschaft und Silber im Einzel. Ihr Traum für die Zukunft: ein Start beim CHIO in Aachen.

5. Trainer des Jahres

Tim Restle

Tim Restle

Größter Erfolg des 37 Jahre alten Bobtrainers im Jahr 2020 waren der Junioren-WM-Titel von Malte Schwenzfeier und der folgende fünfte Platz bei der Senioren-WM. Nicht zu vergessen: Rang 1 für Anschieberin Vanessa Mark beim Weltcupauftakt in Sigulda (Lettland) in diesem November. Für den früheren Mittelstreckenläufer ein besonderer Moment, nachdem es bei Anschieberin Mark eine Saison vorher überhaupt nicht lief.

Uwe Hurych

Uwe Hurych

Der Hammerwurf-Trainer von Sohn Kai durfte sich vor allem über den Erfolg des Filius freuen, der den 1. Platz bei den Winterwurfmeisterschaften feiern durfte und zudem Deutscher Meister bei den U18-Junioren wurde. Der 57-Jährige, der das Motto "In der Ruhe liegt die Kraft" hat, will mit Sohn Kai als Ziel nun in Deutschland unter den Top 3 landen.

Ralf Hollmann

Ralf Hollmann

Der 52 Jahre alte Ruder-Trainer am Olympia-Stützpunkt in Frankfurt ist seit 2005 bei der RG Germania tätig und musste sich im Jahr 2020 bei der EM in Polen vor allem den Niederländern geschlagen geben, die dort dominierten. Das hält Hollmann freilich nicht davon ab, weiter hohe Ziele zu verfolgen. Und zwar möglichst viele Hessen nach Tokio zu bringen - drei bis vier, so der 52-Jährige, "wären ein Traum".

6. Team des Jahres

Sarjana Klamp und Lisa Holbrook

Sarjana Klamp und Lisa Holbrook

Für Klamp vom Limburger Club für Wassersport und Holbrook vom Hanauer Ruderclub Hassia war das absolute Highlight des Jahres 2020 der Titel mit dem Frauen-Achter bei den U23-Europameisterschaften. "Der EM-Titel fühlte sich zuerst an wie ein Traum", so die 20 Jahre alte Holbrook. Schluss soll aber längst nicht sein. Olympia ist für die beiden 20-Jährigen, die sich schon lange kennen, noch weit weg, aber im kommenden Jahr wollen sie in jedem Fall bei der WM dabei sein.

United Volleys Frankfurt

Die United Volleys bangen um ihre Existenz.

Auch für den Volleyball-Bundesligisten aus Frankfurt war das Corona-Jahr 2020 ein merkwürdiges. Auf Rang zwei in der Tabelle liegend wurde die Saison zwei Spieltage vor Ende der Saison beendet. Eine Chance auf die Meisterschaft über die Play-offs hatten die Hessen dadurch nicht, der Titel wurde am Ende nicht vergeben. Erst im Herbst ging es weiter, da verpassten die Volleys gegen Berlin im Supercup die erste Chance in der Saison auf einen Titel.

Noemi Ristau und Paula Brenzel

Noemi Ristau und Paula Brenzel

Die 29-jährige Noemi Ristau aus Marburg steht seit 2018 gemeinsam mit ihrem Guide Paula Brenzel auf der Piste und gewann in diesem Jahr den Gesamtweltcup und die Deutschen Meisterschaften. Auch beim Weltcupauftakt der Skirennläufer Ende November gab es direkt einen Sieg. Das soll aber nicht das Ende sein. Das nächste Ziel: die gemeinsame Goldmedaille bei den Paralympics 2022 und der WM-Titel im selben Jahr.

Sendung: hr1, 27.11.20, 14.45 Uhr