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"Fast Arms, Fast Legs" ist am Samstag das Motto gewesen beim Sprint- und Speerwurf-Meeting in Wetzlar. Für Lisa Mayer vom Sprintteam Wetzlar war es ein besonderer Wettkampf - und das nicht nur wegen der strengen Hygienebedingungen.

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Fieber messen, Hände desinfizieren und dann ab ins Stadion: Das ist die neue Normalität in der Corona-Pandemie, auch in der Leichtathletik. Das Sprint- und Speerwurf-Meeting "Fast Arms, Fast Legs" in Wetzlar am Samstag war für Lisa Mayer vom Sprintteam Wetzlar dennoch etwas Besonderes. "Ich war einfach nur glücklich, endlich wieder gesund im Block zu sitzen. Es ist zwei Jahre her, dass ich mein letztes Einzelrennen bestritten habe", sagte sie dem hr-sport. "Der Körper spielt mit."

Auf die besonderen Umstände - ein Stadion zwar mit lauter Musik, aber ohne Zuschauer und wegen des ausgefeilten Hygienekonzepts auch mit veränderten Abläufen, hat sich Mayer mit ihrer Mentaltrainerin vorbereitet. Der Umgang mit den neuen Gegebenheiten klappte dann erstaunlich gut. "Ich habe das ausgeblendet. Die Organisatoren haben sich große Mühe gegeben, dass es für uns Athleten so normal wie möglich ist", sagte sie.

Kwayie und Reus nicht zu schlagen

Auf der Bahn musste sich Mayer dann Lisa-Marie Kwayie geschlagen geben, die das 100-Meter-Rennen mit einer Zeit von 11,21 Sekunden vor Jennifer Montag (11,23) und Lisa Nippken (11,33) gewann. Mayer auf Rang fünf (11,35) und Teamkollegon Rebekka Haase (11,34) verpassten nur knapp das Podest.

Bei den Männern setzte sich Julian Reus über die 100 Meter in 10,33 Sekunden vor Deniz Almas (10,38) und Roy Schmidt (10,43) durch. Steven Müller von der LG Friedberg-Fauerbach siegte über die 200 Meter in 20,72 Sekunden und lief damit deutsche Jahresbestleistung. Annika-Marie Fuchs vom SC Potsdam holte sich mit einem Wurf über 60,20 Meter den Sieg bei den Speerwerferinnen, bei den Männern gewann Tom Meier vom LC Jena (72,97) knapp vor Nico Rensmann (72,74).

Vom Heim- zum Auswärtsspiel

Für Lisa Mayer war es dennoch ein besonderer Tag. "Es war unglaublich schön", sagte sie. "Das Comeback hier in der Heimat, bei meinem Heimatverein geben zu können. Das war wunderbar." Und auch mit ihrer Zeit zeigte sie sich zufrieden. "Der Lauf war sehr verkopft, aber das ist nach so einer langen Zeit ohne Wettkämpfe normal. Das wird in den nächsten Wochen noch besser werden", sagte die 24-Jährige und wagte den Blick voraus. "Bis zu den Deutschen Meisterschaften ist ja noch ein wenig Zeit." Noch genau 22 Tage - dann wird für Mayer aus dem Heim- ein Auswärtsspiel in Braunschweig.