Stephan Leyhe in Oberstdorf

Stephan Leyhe hat beim ersten Springen der Vierschanzentournee die Erwartungen übertroffen. Der Willinger macht Hoffnung auf weitere gute Ergebnisse.

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Audioseite Leyhe: "Die Leistungskurve geht wieder nach oben"

Stephan Leyhe
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Als Skispringer Stephan Leyhe am Mittwoch in Oberstdorf klar wurde, dass er es in die Top Ten beim ersten Springen der Vierschanzentournee geschafft hatte, strahlte er über das ganze Gesicht. Denn eigentlich ist die Schattenbergschanze, die traditionell den Auftakt zur Tournee bildet, alles andere als sein Lieblingsort. "Die ungeliebte Oberstdorf-Schanze habe ich hinter mir. Jetzt kann es nur besser werden", sagte er im Anschluss lachend am ARD-Mikrofon.

Doch auch sein Ergebnis vom ersten Springen kann sich sehen lassen. Mit Platz neun war Leyhe drittbester Deutscher hinter seinen Teamkollegen Karl Geiger und Markus Eisenbichler. Sie alle trotzten den widrigen Bedingungen im Dauerregen von Oberstdorf. "Wenn es so regnet, bin ich einfach immer positiv eingestellt. Das hilft, das Ganze zu ertragen", erklärte Leyhe, der die komplette Saison 2020/2021 wegen eines Kreuzbandrisses verpasst hatte, sein Erfolgsrezept.

Die Erwartungen des Vaters übertroffen

Mit seinen Sprüngen auf 124,5 und 125 Metern war er zufrieden. "Die Leistungskurve geht wieder nach oben, das war das Ziel. Ein Top-Ten-Platz ist immer sehr zufriedenstellend, aber jetzt nicht ausruhen, sondern daran weiterarbeiten", so sein Fazit. Dabei hatte er sogar die Erwartungen seines Vaters Volker übertroffen. "Wenn es gut läuft, dann könnte es mit den Top 15 schon funktionieren", hatte der am Morgen vor dem Auftaktspringen im Interview mit hr3 als Ziel für die Gesamtwertung der Tournee ausgegeben.

Die Ausgangsposition des 29-Jährigen ist nun sogar besser - und die Tournee-Orte, die Leyhe liegen, kommen ja erst noch. "Garmisch, Innsbruck, Bischofshofen - das sind schon Schanzen, die mag ich einfach", befindet sich der Willinger im Angriffsmodus. Nach dem Ruhetag am Donnerstag geht es an Silvester um 14 Uhr mit der Qualifikation zum Neujahrssprigen in Garmisch-Partenkirchen weiter.