Erst doch, dann doch nicht: Ab diesem Donnerstag ist Tennis für Freizeit-Spieler untersagt. Ein Corona-Sonderweg, der beim Hessischen Tennis-Verband für Unverständnis und Enttäuschung sorgt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found HTV-Vizepräsident Otto: "Sind enttäuscht und überrascht"

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Nun also doch nicht: Nachdem die hessische Landesregierung die Ausübung von Individualsporten wie Tennis oder auch Squash und Golf auf Sport-Anlagen erlaubt hatte, gab es am Dienstag die Rolle rückwärts. Ab Donnerstag müssen alle Einrichtungen des Freizeit- und Breitensportbetriebs in Hessen wegen der Corona-Pandemie schließen. Dies gelte für überdachte Sportanlagen wie Hallen oder Schießstände sowie für Anlagen im Freien - also auch für den Tennis-Sport.

Ein Corona-Hickhack, das beim Hessischen Tennis-Verband (HTV) für reichlich Frust sorgt. "Wir waren sehr enttäuscht und überrascht über die Änderung der Verordnung", erklärt Michael Otto, Vizepräsident des HTV, auf hr-sport-Nachfrage.

Hessen geht Tennis-Sonderweg

Vor allen Dingen deswegen, da es zuvor eine eindeutige Entscheidung gab, die nun auf kurzem Wege und aus Sicht der Tennis-Verantwortlichen überhastet gekippt wurde. "Es gab zuerst noch eine Differenzierung", so Otto über die Veränderungen in den vergangenen Tagen. "Die gibt es nun nicht mehr. Dafür haben wir kein Verständnis."

Auch aus dem Grund, da Hessen einen Sonderweg geht. Ganz Deutschland ist ein Corona-Tennis-Flickenteppich, die Regeln sind von Bundesland zu Bundesland verschieden - aber nur in Hessen dürfen die Tennis-Spieler weder in die Halle noch auf einen Platz im Freien.

In allen anderen Bundesländern ist wenigstens das Spielen im Freien erlaubt, in den meisten auch in den Hallen.Ein Umstand, der die Entscheidung für die hessischen Tennisspieler noch unverständlicher macht.