Timo Böll will das Triple
Timo Boll hat den Titel im Blick. Bild © Imago Images

Tischtennis-Showdown in Frankfurt: Champions-League-Sieger Düsseldorf geht als Favorit ins Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen Ochsenhausen. Das Team von Timo Boll ist aber gewarnt.

Davon kann der FC Bayern nur träumen: Tischtennis-Bundesligist Borussia Düsseldorf hat den Champions-League-Titel schon in der Tasche, der Pokalsieg wurde ebenfalls bereits eingetütet, das Triple ist zum Greifen nah. Die Mannschaft von Timo Boll steht im Finale um die Deutsche Meisterschaft und kann am Samstag (13 Uhr) in der Ballsporthalle in Frankfurt den insgesamt dritten Titel in dieser Spielzeit einfahren. Mit großer Vorfreude blickt jedoch niemand auf das Duell mit Gegner TTF Ochsenhausen. "Ich spiele nicht sonderlich gerne gegen sie", so der Odenwälder Boll.

Boll liegen die Ochsenhausener nicht

Der Grund für Bolls Abneigung ist die Besetzung an der anderen Seite der Platte: Der Brasilianer Hugo Calderano und der Franzose Simon Gauzy sehen fast schon traditionell gut aus gegen den 37 Jahre alten Weltranglisten-Zweiten. "Sie haben beide gute Aufschläge, eine Menge Phantasie in den Rückschlägen und viel Qualität im offenen Spiel", lobte Boll. Von Angstgegnern wolle er zwar nicht sprechen, "aber das wird ein offenes Match".

Wie knapp und spannend das in Frankfurt ausgetragene Duell werden kann, bewies nicht zuletzt das Halbfinale in der Königsklasse. Nach einem 3:2-Heimsieg und einer 2:3-Auswärtspleite schied Ochsenhausen letztlich nur wegen des minimal schlechteren Punkteverhältnisses aus. "Wir haben gezeigt, dass wir es mit Düsseldorf aufnehmen können und das auch gerne tun", sagte TTF-Präsident Kristijan Pejinovic.

Gewinnt Boll, gewinnt Düsseldorf

Das Zünglein an der Waage wird deshalb wohl wieder einmal Boll spielen. Der Altinternationale muss seine Topform finden, dann ist Düsseldorf das Triple nur sehr schwer zu nehmen. Eine Theorie, die auch Bundestrainer Jörg Roßkopf vertritt. "Wenn Timo geschlagen wird, ist die Chance für Ochsenhausen groß, das Spiel am Ende auch zu gewinnen." Wenn nicht, dann nicht.

Sendung: Sporttschau im Ersten, 26.05.18, 18 Uhr