Timo Boll

Tischtennis-Routinier Timo Boll wollte bei den Olympischen Spielen noch einmal angreifen, hat sich nun aber an der Hüfte verletzt. Der Verband gibt nun vorsichtig Entwarnung. Aber wie schnell kann sich der Odenwälder zurückkämpfen?

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Tischtennis-Europameister Timo Boll kann trotz seiner Hüftverletzung offenbar an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. "Wir müssen mit Wasserstandsmeldungen vorsichtig sein. Aber wir gehen aktuell nicht davon aus, dass sein Olympia-Start in Gefahr ist", sagte Sportdirektor Richard Prause am Montag. "Stand jetzt ist es wieder etwas besser geworden."

Der 40 Jahre alte Boll hatte sich am Freitagabend beim internen deutschen Vorbereitungsturnier mit dem Namen "Tokio Challenge" in Düsseldorf an der Hüfte verletzt. Der Odenwälder brach das Match gegen seinen Nationalmannschafts-Kollegen Benedikt Duda sofort ab. In Tokio möchte Boll im Einzel- und im Mannschafts-Wettbewerb spielen.

Noch einmal zurückkämpfen

Der Rekord-Europameister hatte sich bereits nach einer Verletzung im vergangenen Jahr zurück zur Olympia-Form gekämpft. "Es ist wichtig zu wissen, dass man als 40-Jähriger so ein Turnier durchstehen kann, körperlich, aber auch mental", hatte Boll nach seinem Triumph bei den Europameisterschaften im Juni noch betont.

Nach Silber (2008) und zweimal Bronze (2012, 2016) mit der Mannschaft will Boll in Tokio noch einmal angreifen, weiß aber auch: "Im Einzel muss viel zusammenkommen - die Auslosung, die Kondition und die Tagesform." Und er muss rechtzeitig fit sein.